Gast bei der Preis-Übergabe in einer Plenumssitzung des Inklusionsbündnisses im König-Ruprecht-Saal des Landratsamtes war die Inklusionsbotschafterin der Bundesagentur für Arbeit, Marion Huber-Schallner, Sie will Begeisterung für das Thema wecken und betonte: "Mit dem Inklusionspreis zeigt die Region Amberg-Sulzbach, wie Inklusion durch das Engagement und die Zusammenarbeit vieler Akteure vor Ort gelingt. Zudem macht der Preis anderen Mut, es auch zu versuchen."
Schon viel erreicht
Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny stellte fest, dass das Inklusionsbündnis nur funktioniere, wenn Stadt und Land an einem Strang ziehen. Seit seiner Gründung 2015 sei schon viel erreicht worden. Stellvertretender Landrat Hans Kummert betonte, dass es jeden Menschen, mit und ohne Handicap, möglich sein müsse, an der Gesellschaft teilzuhaben. In seinem Tätigkeitsbericht hob Bündnis-Vorsitzender Georg Dietrich hervor, dass die Benennung von Inklusionsbeauftragten in allen Kommunen als Ansprechpartner sehr viel Zeit in Anspruch genommen habe. Aufgrund der regionalen Strukturen seien sie aber unbedingt nötig.
Thema Barrierefreiheit
Mit Notbesetzungen gibt sich Dietrich dabei nicht zufrieden: "Ein Inklusionsbeauftragter muss diese Aufgabe leben und auch lieben. Nur so wird sich etwas verändern." Inzwischen die meisten Landkreis-Kommunen dieses Ehrenamt besetzt. Die Barrierefreiheit sprach Dietrich als weiteren Agenda-Schwerpunkt an.
Zum Abschluss der Sitzung wurde dann der Inklusionspreis 2018 an drei Gewinner vergeben, die sich das von der Sparkasse Amberg-Sulzbach gesponserte Preisgeld teilen. Ein Preisträger ist das Berufliche Schulzentrum Amberg, vertreten durch die Schulleitung mit Martin Wurdack und Heidi Selch-Witt. Cerny übergab ihnen den Preis für vorbildliche Leistung in Inklusion und Integration. Hans Kummert zeichnete die Ehenbachtaler Blaskapelle aus, vertreten durch den Vorsitzenden Dominik Strähl. Hier ging es um gelebte Inklusion durch den unermüdlichen Einsatz jedes Musikers, um es Steffi Martin mit Down-Syndrom zu ermöglichen, die Trommel in der Kapelle zu schlagen. Für die Musiker eine Selbstverständlichkeit, wie Strähl sagte. Die gesamte Blaskapelle war bei der Preisverleihung dabei und sorgte den ganzen Abend für Unterhaltung. Zuletzt überreichte Georg Dietrich den Inklusionspreis an Moni Thiel und Boris Mayerhofer für die Gründung der Phelan-McDermid-Gesellschaft zur Unterstützung von - wie sie selbst - betroffenen Eltern.
Der Inklusionspreis
Im vergangenen Jahr hat das Inklusionsbündnis Amberg-Sulzbach erstmals den Inklusionspreis vergeben. Vorsitzender Georg Dietrich wertet ihn als Leuchtturmprojekt. Ziel ist es, diejenigen zu belohnen, die Inklusion beispielhaft leben. Außerdem soll damit der Gesellschaft die Botschaft der Inklusion nähergebracht werden. Die Preisgelder sollen für die weitere Verbesserung der Inklusion verwendet werden. Um den Preis, der im zwei-Jahres-Turnus vergeben wird, können sich Vereine, Gruppen, Schulen, Kommunen und auch Einzelpersonen bewerben, die sich besonders für Inklusion stark machen.



















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