Interesse an Jagdschein ungebrochen

Amberg
02.04.2023 - 10:42 Uhr

Das Interesse, den Jagdschein zu erwerben, ist bei der BJV-Kreisgruppe Amberg ungebrochen – auch bei Frauen. Sowohl für Jungjäger wie auch für „alte Hasen“ gilt das Angebot der Kreisgruppe, die Schussgenauigkeit zu verbessern

von usc
Peter Fröhlich, Naturschutzbeauftragter der Jäger in der Kreisgruppe Amberg, will wieder Leben in den trocken gefallenen Krumbachweiher bringen. Dieser soll ein Quartier für Amphibien werden.

Die Kreisgruppe Amberg des Bayerischen Jagdverbandes vertrete nicht nur die jagdlichen Interessen seiner Mitglieder in Gremien und in der Politik. Sie engagiere sich auch im Tier- und Naturschutz. Und das seit Jahren, wie in der Jahreshauptversammlung zu hören war. Hierfür zeichne mit Peter Fröhlich ein eigener Naturschutzbeauftragter verantwortlich.

In der Kreisversammlung zeigte Fröhlich die Aktionen auf, die in die Förderung durch die Waldland-Stiftung des Jagdschutzverbands fallen. Im Bereich der Kreisgruppe existieren laut Fröhlich einige Projekte. Sie werden von der Kreisgruppe in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde betreut. Stiftungszweck sei im Wesentlichen der Schutz frei lebender Tiere sowie Naturschutz und Landschaftspflege. Der eigentliche Schwerpunkt sei jedoch der Erwerb, die Renaturierung und die Betreuung naturnaher Flächen als Lebensraum wildlebender seltener Tiere.

Bei den Teichen am Hennenbach gab es neben der üblichen Grünpflege als „besonderen Vorfall“ einen Biberdamm an ungünstiger Stelle im Bach, gut zwei Meter hoch und so angelegt, dass der Damm des Teiches überströmt wurde. Dadurch, so Fröhlich, bestand die Gefahr eines Bruches mit Schädigung der Unterlieger. Um den Biberdamm entfernen zu dürfen, band die Kreisgruppe alle zu beteiligenden Stellen in die Entscheidung ein.

Das Projekt Krumbachteich zur Wiedervernässung des trocken gefallenen Teiches ist laut Fröhlich endlich auf der Zielgeraden. Gespeist werden soll der ehemalige Weiher durch Hochwasser des nahe vorbeifließenden Krumbachs. Dieses Projekt solle Schutzraum für Amphibien bieten. Die wasserrechtliche Genehmigung liege schon seit einem Jahr vor, aber vor der Ausführung waren nochmals alle möglichen Stellen zu beteiligen. Fröhlich: „Derzeit entsteht eine notarielle Vereinbarung mit der Stadt Amberg und dann sollte es los gegen“.

Diese Arbeiten fallen auch unter das Bemühen, die Öffentlichkeit für die Anliegen der Jägerschaft zu gewinnen. Wie Kreisvorsitzender Ruppert Schmid ausführte, zählen dazu die Auftritte der 18-köpfigen Jagdhornbläser, die jährliche Hubertus-Messe, die Betreuung von Schulklassen bei Waldbegehungen oder der Jägertag für Besucher auf dem Gelände des Jägerheims im Atzlrichter Wald. Beim forstlichen Weihnachtsmarkt am Mariahilfberg schließlich fanden das Wildlandmobil und die ausgelegten Koch- und Malbücher hervorragende Resonanz, wie Schmid betonte.

Als wichtigen Service für die Mitglieder biete die Kreisgruppe Übungsschießen am Schießstand in der Fatzen bei Sulzbach-Rosenberg, Tontaubenschießen und Üben in einem Schießkino an. Dieses Angebot zu nutzen und die Schusswaffen auf Genauigkeit überprüfen zu lassen, dazu riet Schießobmann Karlheinz Beck. Der Schießplatz ist etwas tolles, so Beck. Nicht jede Kreisgruppe habe so etwas. Anlass dazu gab die große Zahl von 82 Nachsuchen bei Drückjagden, über die auch Hundeobfrau Ute Ehebauer berichtete.

Nach ihren Angaben führte die Kreisgruppe 2022 eine erfolgreiche Brauchbarkeitsprüfung durch. Dazu waren laut Ehebauer 16 Jagdhunde ganz unterschiedlichster Rassen mit ihren Führern angetreten. Dabei hätten acht Hunde die allgemeine Prüfung zur Brauchbarkeit für alle Reviere und acht Hunde die Prüfung zur Nachsuche auf Schalenwild absolviert.

Günter Baumer, der in der Kreisgruppe für die Jungjägerausbildung verantwortlich zeichnete, hatte 2020/21 17 Kursteilnehmer, 2021/22 12, 2022/23 9 und aktuell 17 Männer und Frauen, die den Jagdschein erwerben wollen.

Kreisvorsitzender Schmid ging auch auf die massive Kritik am Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, Ernst Weidenbusch, ein, in der die drei Oberpfälzer Kreisgruppen Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Weiden übereinstimmten. Schmid sprach in diesem Zusammenhang von „unbefriedigenden Vorgängen“. Es dürfe kein „weiter so“ geben. Weidenbusch habe bei der Landesversammlung nur 55 Prozent Zustimmung erhalten. Schmid: „Wir bleiben am Ball.“

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