05.07.2019 - 12:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Interview nach der Hochzeit in Venedig: Barbara Meier heißt jetzt Hallmann

Die Party ist vorbei, der Alltag hat das Brautpaar wieder. Vier Wochen nach ihrer Hochzeit in Venedig sortiert Model und Schauspielerin Barbara Meier (32) die Fotos von der Feier und gewährt Oberpfalz-Medien ein paar exklusive Einblicke.

von Uli Piehler Kontakt Profil

ONETZ: Zunächst noch mal herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit! Sind Sie schon wieder zurück von der Hochzeitsreise, wo ging’s denn hin?

Barbara Meier: Vielen lieben Dank! Ich habe mich sehr über die vielen Glückwünsche aus meiner Heimat gefreut, und es war schön zu sehen, wer alles an mich gedacht hat. Es kamen Glückwünsche von meiner früheren Lehrerin, von der Amberger Tafel, unseren Nachbarn, Schulfreunden. Es war einfach toll, dass meine Heimat so mitgefiebert hat! Wir waren nur ein paar Flittertage unterwegs. Noch ein paar Tage länger in Venedig und dann vier Tage auf Capri. Für mehr blieb leider keine Zeit, da wir beide beruflich gerade sehr eingespannt sind und direkt nach unserer Rückkehr wieder ins Berufsleben eingetaucht sind.

ONETZ: Wie lange hat die Party gedauert? Wer hat den letzten Gast gemacht?

Barbara Meier: Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht genau (lacht). Ich bin zwischen 4 und 5 Uhr schlafen gegangen, da waren nur noch ein paar wenige wach. Wie lange die dann weitergefeiert haben, weiß ich gar nicht genau. Ich hatte ein Gerücht gehört, dass einige bis zum Frühstück durchgehalten haben.

ONETZ: Ist bei der Vorbereitung alles glattgegangen? Wo mussten Sie improvisieren?

Barbara Meier: Die Vorbereitungen waren natürlich sehr zeitaufwendig, und wir haben sehr viel Mühe und Liebe in die Planung gesteckt. Es sollte ja nicht nur für uns, sondern auch für unsere Gäste ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis werden. Es ist bei der Planung eigentlich alles glattgegangen, aber es wurde natürlich immer stressiger, je näher der große Tag gerückt ist. Wir hatten einen Tag vor unserer Abreise nach Venedig noch den R20-Klimaschutzgipfel in Wien, bei dem ich die Außenveranstaltung vor 17 000 Menschen moderiert habe. Das vorzubereiten, hat in den Tagen vor der Hochzeit nicht unbedingt für Entspannung gesorgt. Aber das Thema und die Veranstaltung war mir und auch meinem Mann zu wichtig, um sie abzusagen. Trotz des großen Stresses vorher ging vor Ort dann alles gut. Es gibt natürlich immer ein paar Momente, in denen man improvisieren muss, aber das kenne ich ja von meinem Job und bringt mich nicht aus der Ruhe.

ONETZ: Wovor hatten Sie am meisten Bammel?

Barbara Meier: Bammel hatte ich überhaupt nicht. Weder vor dem Ja-Wort noch vor der Organisation der großen Feier. Als alle Gäste und vor allem meine Familie und engen Freunde sicher auf der Insel angekommen waren, war ich nochmal entspannter als vorher. Natürlich gab es bei 300 Gästen immer ein kleines Durcheinander. Aber das war eher von Vorfreude geprägt als von Sorge. Selbst wenn irgendwo Kleinigkeiten schiefgehen, ist das ja auch kein Drama. Hauptsache alle fühlen sich wohl, haben ein Bett und genügend zu essen.

ONETZ: Verraten Sie uns, wie viele Gäste eingeladen waren und wie viele aus Amberg angereist sind?

Barbara Meier: Wir hatten 300 Gäste aus über 14 Ländern. Aus Amberg sind 55 Gäste angereist. Die meisten davon gemeinsam mit einem Bus. So hatten sie schon ein schönes gemeinsames Erlebnis vorher und haben gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt getan, weil sie aufs Fliegen verzichtet haben. Das fand ich super schön. Mir war es wichtig, meine Familie, Verwandtschaft und engen Freunde alle dabeizuhaben, wenn ich diesen Schritt gehe. Und ich war so gerührt, wie hübsch sich alle für mich und unsere Feier gemacht haben und welch gute Laune sie mitgebracht haben. Ohne die Oberpfalz wäre meine Hochzeit nie so schön geworden, wie sie war! Meine Cousine Daniela hat sogar für jeden Gast ein wunderschönes „Paper-Love“-Schächtelchen mit Oberpfälzer Schokolade gebastelt. So hatte jeder Gast einen Amberger Gruß auf dem Zimmer, und nun kennt sogar Los Angeles meine schöne kleine Heimatstadt.

ONETZ: Noch während der Feier hatte es geheißen, Sylvie Meis sei für ihr Kleid kritisiert worden. Können Sie das nachvollziehen?

Barbara Meier: Während der Feier war das überhaupt kein Thema, und auch kein einziger der Gäste fand das Kleid unangemessen. Diese große Diskussion wurde von ein paar wenigen im Internet losgetreten, die uns weder kennen noch live dabei waren. Ich fand das super schade, denn Sylvie sah wirklich wunderschön aus, und ich hatte mich am Vortag noch mit ihr über Kleider bei einer Hochzeit unterhalten. Sie hatte mich gefragt, ob ich schlicht oder glamourös besser finde. Meine Antwort war sofort: glamourös. Jeder meiner Gäste hat sein schönstes Kleid angezogen, und ich finde das eigentlich super schön und auch eine große Ehre für mich, weil sie durch so schöne Kleidung ja auch zeigen, wie sehr sie unsere Feier wertschätzen.

ONETZ: Was verbindet Sie mit Arnold Schwarzenegger?

Barbara Meier: Arnold Schwarzenegger ist ein Freund von uns. Genau wie Viktoria und Heiner Lauterbach. Ich kenne die beiden schon seit vielen Jahren, sie waren auch schon Gäste bei uns auf dem Wiener Opernball. Alle unsere Gäste waren private Freunde und eines der Highlights der Hochzeit war für mich, wie gut sich alle Gäste verstanden haben. Ich war ja schon auf vielen Veranstaltungen und die Erfahrung hat mir gezeigt, dass das bei weitem nicht selbstverständlich ist. Immerhin hatten wir Gäste aus ganz unterschiedlichen Welten. Von der Oberpfalz bis Hollywood. Und natürlich hatte ich mir vorher Gedanken gemacht, was wir tun können, damit sich alle wohlfühlen. Scheinbar ist uns das perfekt gelungen, denn das einstimmige Feedback von allen Gästen war, dass sie nur nette Menschen getroffen haben, alle Gespräche super angenehm waren und viele neue Freundschaften entstanden sind. Diese wundervolle und harmonische Energie und dass sich alle wohlgefühlt haben, ist für mich eigentlich das schönste Hochzeitsgeschenk.

ONETZ: Die Glückwünsche waren überwältigend, aber es gab auch Stimmen, die sagten, unter einer „Öko-Hochzeit“ hätten sie sich etwas anderes vorgestellt. Was sagen Sie dazu?

Barbara Meier: Um ganz ehrlich zu sein, habe ich nur bei den Oberpfalz-Medien Kritik daran gefunden, dass wir versucht haben, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wir hatten im Vorfeld nie gesagt, eine „Öko-Hochzeit“ feiern zu wollen. Wir hatten uns aber durchaus vorgenommen, so viel wie möglich richtig zu machen, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Wir haben komplett auf Plastik verzichten, hatten keine Strohhalme, ein großes Glas-Zelt anstatt eines günstigeren Plastikzeltes, kein Feuerwerk, regionales Essen und Blumen, fair produzierte, organische Brautjungfernkleider. Und jeder Gast hat als Gastgeschenk eine WWF-Urkunde über den Schutz eines Stücks Regenwald von uns bekommen. Unsere Weddingplanerin hatte die Vorgabe, immer die umweltfreundliche Alternative zu wählen.
Warum es Menschen gibt, die sich daran stören, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Leider werden in unserer heutigen Gesellschaft immer diejenigen, die versuchen ,etwas besser zu machen, kritisiert. Wer 80 Prozent richtig macht, wird für die 20 Prozent kritisiert, die noch nicht komplett umweltfreundlich sind. Andere hingegen, die komplett alles falsch machen, bekommen keinerlei Kritik und stehen am Ende besser da. Das ist doch irgendwie absurd und auch sehr schade, oder?
Ich finde diese Tendenz sehr gefährlich, denn meine Beobachtungen zum Beispiel in der Textilindustrie zeigen, dass genau dieses Verhalten auch viele Firmen dazu bringt, eben nicht auf umweltschonendere Methoden umzurüsten. Viele Designer hatten abgelehnt, mir ein Fair-Fashion-Hochzeitskleid zu machen, weil sie Angst hatten, dass sie dann für die restliche Kollektion kritisiert werden. Wie soll man dann aber jemals anfangen? Mein großes Motto ist, dass nicht jeder alles von einem Tag auf den anderen richtig machen muss. Denn das wird nie funktionieren und führt nur zu Frustration. Es ist viel wichtiger, dass jeder Einzelne von uns immer wieder und immer mehr kleine Schritte in die richtige Richtung macht. Am Ende haben wir alle gemeinsam einen großen Schritt gegen den Klimawandel gemacht. Wir müssen nur damit anfangen.

ONETZ: Wie war das mit den Bildern, wurde die Hochzeit wirklich vermarktet?

Barbara Meier: (Lacht) Nein! Wer kommt denn auf diese Idee? Natürlich nicht. Unsere Hochzeit war ein privates Fest, und wir hatten bewusst keine Journalisten eingeladen. Mir war es aber trotzdem wichtig, im Nachhinein ein paar Fotos an die Medien weiterzugeben. Dafür wollten wir aber auf gar keinen Fall Geld haben. Alle finanziellen Angebote haben wir sofort abgelehnt. Ich wollte das tun, um meine Fans, die mich schon seit 12 Jahren in meiner Karriere unterstützen, an meinem großen Tag teilhaben zu lassen. Alle haben seit unserer Verlobung mit mir auf den großen Tag hingefiebert. Da hätte ich es komisch gefunden, niemandem unser großes Glück zu zeigen. Eine Hochzeit war für mich immer schon ein öffentliches Bekenntnis, eben vor Gott und der ganzen Welt, dass man zusammengehört und den Rest seines Lebens gemeinsam verbringen will. Das dürfen ruhig alle sehen.

ONETZ: Heißen Sie jetzt eigentlich immer noch Meier? Für welchen Familiennamen haben Sie sich entschieden und warum?

Barbara Meier: Beruflich werde ich weiter unter „Barbara Meier“ arbeiten. Da soll sich durch die Hochzeit nichts daran ändern. Privat habe ich allerdings tatsächlich den Namen Hallmann angenommen. Für mich gehört es einfach dazu, dass man als Familie den gleichen Namen trägt, und der gemeinsame Name gibt mir noch mehr das Gefühl von Zusammengehörigkeit.

ONETZ: Ein großes Projekt ist abgeschlossen, was steht als nächstes bevor?

Barbara Meier: Wir waren nach den paar wenigen Flittertagen schon wieder direkt im Berufsalltag. Ich habe direkt nach meiner Rückkunft schon wieder ein Drehbuch auf dem Tisch liegen gehabt und bereite gerade meine nächste Rolle im Schauspielbereich vor. Daneben habe ich aber weiterhin auch viele Model-Shootings, in letzter Zeit immer öfter Moderationen, ich bin die Schirmherrin des Förderpreises des Europäischen Kulturpreises, der dieses Jahr im Bereich Fair Fashion verliehen wird, setze mich weiterhin intensiv für das Thema Fair Fashion und gegen Plastikmüll ein. Mir wird definitiv also nicht langweilig (lacht). Aber im Ernst: Ich finde es toll, dass ich einen so vielseitigen und abwechslungsreichen Beruf habe. Es steckt natürlich sehr, sehr viel Arbeit und Stress dahinter, und Freizeit ist eher selten. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich versuche, selbst in schwierigen Momenten immer dankbar für mein Leben zu sein.

ONETZ: Gehören Kinder zu Ihrer Lebensplanung?

Barbara Meier: Ja, auf jeden Fall. Wir genießen gerade erst mal unsere ersten Wochen als Ehepaar zu zweit, aber in Zukunft möchten wir sehr gerne eine eigene Familie gründen.

ONETZ: Wann sind Sie mal wieder in Amberg?

Barbara Meier: Ich hoffe sehr bald! Ich möchte meiner Familie die ersten Hochzeitsbilder zeigen, die mein Fotograf mir geschickt hat, und mich noch mal in aller Ruhe mit allen unterhalten. Leider blieb in Venedig bei 300 Gästen nicht so viel Zeit, um mit jedem lange zu sprechen. Das möchten wir nachholen. Und in Amberg fühle ich mich auch jetzt immer noch am wohlsten!

Bericht über die Hochzeitsfeier von Barbara Meier und Klemens Hallmann

Amberg

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