Der Amberger Josef Mußemann hat am Tag vor Silvester seinen 90. Geburtstag gefeiert. Im Kreise seiner großen Familie genoss der fitte Jubilar das gesellige Beisammensein. Auch hochrangige Gratulanten schauten vorbei: Oberbürgermeister Michael Cerny und Stadtpfarrer Thomas Helm überbrachten Glückwünsche.
Josef Mußemann, Sohn zog nach den Kriegswirren, mit den Eltern Barbara und Michael Mußemann, in ein Behelfsheim in der neuen Drahthammersiedlung. Dort wuchs er mit seiner Zwillingsschwester Anni und vier weiteren Geschwistern (Gunda, Irmgard, Hans und Günter) auf. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung auf der Luitpoldhütte, war dann als Sekretär der Christlichen Arbeiter-Jugend (CAJ) tätig und wechselte in den frühen 60er Jahren zu Siemens, wo er drei Jahrzehnte als Werkzeugschleifer tätig war. Zum Abschluss seiner beruflichen Laufbahn war Josef mit seiner Ehefrau Rosa als Hausmeisterehepaar im Stadttheater beschäftigt.
Nach der Geburt des dritten Sohnes ließ sich die Familie im neuen Sebastiansviertel, dem „D-Programm“ nieder, wo Josef Mußemann schnell heimisch wurde und sich auch in der neuen Stadtpfarrei St. Michael engagierte. Heute lebt der Jubilar in der Bayreuther Straße bei seinen beiden Söhnen Hans-Jürgen und Markus, die sich liebevoll um den Uropa von 5 Kindern, 7 Enkeln und 2 Urenkelinnen kümmern.
Das Leben stellte den Jubilar auch vor schwere Prüfungen: Seine Ehefrau Rosa, die ihm fünf Söhne (Reinhard, Peter, Dieter, Hans-Jürgen und Markus) schenkte, verstarb bereits im Jahr 1997. Auch seine spätere Lebensgefährtin Helga ist vor drei Jahren verstorben.
Weit über die Grenzen seines Stadtteils hinaus bekannt wurde Josef Mußemann durch sein ehrenamtliches Wirken. Als langjähriger Kreisvorsitzender der Christlich-Sozialen Arbeitnehmer-Union sowie des KAB-Stadtverbandes und der KAB St. Michael war er über Jahrzehnte eine wichtige Stimme für die Belange der Arbeitnehmer in der Region. Seine politische Heimat fand er früh in der CSU, die ihn erst kürzlich für 70 Jahre Mitgliedschaft ehrte.
Viel Freude macht dem Jubilar der Kleingarten. Rückhalt ist ihm seine Familie, die seine gelebte Gastfreundschaft, nicht nur an Geburtstagen, weiter pflegt. „Er ist stets gut gelaunt“, versichern seine Söhne.













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