13.06.2019 - 11:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Journalist Pascal Violo: "Ich finde das Glück auf meinen Reisen"

Pascal Violo bereist seit 15 Jahren die Länder Lateinamerikas und Asiens. Er zählt zu den bekanntesten Vortragsreferenten – und tourt jedes Jahr mit seinen Live-Reportagen. In Amberg erzählt er über seine Erlebnisse im Himalaya.

Pascal Violo ist Fotograf mit Leib und Seele. Auf seinen Reisen findet er sein ganz persönliches Glück, betont er.
von Autor EWAProfil

Und er hat spektakuläre Aufnahmen von einer der schönsten und beeindruckendsten Gebirgslandschaften der Erde dabei. Einen tiefen Einblick in die einzigartige Himalaya-Kultur. "Pilgerwanderungen, bunte Feste, strapaziöse Bergabenteuer, einsame Täler, eiskalte Expeditionen und vor allem die besondere Mystik, die in den Bergregionen des Himalaya zu finden ist."

ONETZ: Acht Mal waren Sie bisher am Himalaya. Was fasziniert Sie so an dieser Region, dass Sie immer wieder dorthin zurückkehren?

Diese Region ist einzigartig. Zwischen den höchsten Berggipfeln der Welt findet man einen tiefen Glauben, der seinesgleichen sucht und alle Lebensbereiche durchdringt. Fasziniert bin ich auch immer wieder vom Glück, das ein tiefer Bestandteil der Himalaya-Mentalität ist.

ONETZ: Sie haben auf 4000 Metern Höhe nicht nur bei der Ernte geholfen, sondern auch einen 6400 Meter hohen Berg bestiegen. Wie fühlt es sich an, wenn einem dort oben der Sauerstoff ausgeht?

Das ist wirklich eine absolute Grenzerfahrung. Mehrmals habe ich während dem Aufstieg daran gedacht aufzugeben, von Fotografieren war absolut keine Rede mehr. Mein guter Freund und Guide Sanju hat mir allerdings ganz wunderbar geholfen und mich mit seinen Worten immer bestmöglich motiviert, wenn mir wieder die Kräfte oder der Sauerstoff ausgingen. Als ich dann tatsächlich am Gipfel
ankam, spürte ich einen Adrenalinschub durch meinen Körper fließen und ein Freudenschrei hallte in die weite Ferne.

ONETZ: Auf Ihren reisen haben Sie nicht nur viele buddhistische Mönche, sondern auch den Dalai Lama persönlich getroffen ...

Meine Begegnung mit dem Dalai Lama war tatsächlich ein sehr außergewöhnliches Erlebnis. Seine Ausstrahlung ist mit Worten nur schwer zu beschreiben, aber man spürt in seiner Nähe einen großen Frieden und tiefe Geborgenheit. Es ist sehr beeindruckend, dass er sich, trotz allem was er erleben musste, einen wirklich großen Humor bewahrt hat. Dieser Humor, den man immer spüren kann, war für mich wohl das Beeindruckendste bei dieser Begegnung.

ONETZ: An welche Erlebnisse Ihrer Reisen im Himalaya denken Sie besonders gerne zurück?

An meine Begegnungen mit den Menschen. Dass sie in so einer trockenen, teils menschenfeindlichen Umgebung eine so tiefe Zufriedenheit ausstrahlen, das ist einfach unglaublich. Das harte, oft entbehrungsreiche Leben im Hochgebirge scheint bei ihnen nicht Unzufriedenheit sondern im Gegenteil Glück mit sich zu bringen.

ONETZ: Konnten Sie ein Stück dieses Glückes mit nach Hause nehmen? Oder anders gefragt: Wie sieht denn Ihr ganz persönliches Glück aus?

Tatsächlich habe ich zu einem gewissen Teil mein Glück während meiner Reisen gefunden. Als ich am Gipfel eines 6400 Meter hohen Berges stand – oder auch, als der Mount Everest vom gegenüberliegenden Berg zum Greifen nahe war, das waren Glücks-Momente der besonderen Art, von denen man noch lange zehrt. Mein persönliches Glück ist es außerdem, meine Leidenschaft – Reisen und Geschichten darüber zu erzählen – als Beruf leben darf.

Immer die Kamera zur Hand: Pascal Violo hält alle Momente fest, die ihn auf seinen Reisen berühren.
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