Beim Banken-Ball im damals angesagten Tanzlokal Fontäne im Fasching lernten sich eine Fränkin und ein Hesse kennen. Vergangenen Montag feierten Jutta und Bernfried Schäfer ihre Eiserne Hochzeit.
Bernfried Schäfer war im Amberger Architekturbüro Gräf angestellt. Was machte man im Alter von knapp über 20 Jahren im Fasching? Man ging selbst als leidenschaftlicher Nichttänzer in die Fontäne, denn dort spielte beim Banken-Ball Livemusik. So lernte der junge Architekt im Fasching 1960 die Schneiderin Jutta kennen, die im Gegensatz zu Bernfried gerne das Tanzbein schwang. Nach gut einem Jahr, am 30. März 1961, gaben sie sich am Standesamt in Amberg das Jawort. Einen Monat später ließen sie sich in Darmstadt auch kirchlich trauen.
Drei Kinder kamen zur Welt, später folgten sechs Enkelkinder und eine Urenkelin. Im Jahr 1964 bezogen die Eheleute Schäfer ihr neues Haus im D-Programm, wo sie noch immer wohnen. 1970 wechselte Bernfried Schäfer zu Buchtal nach Schwarzenfeld, um dort die Leitung des Technischen Büros zu übernehmen. Aus gesundheitlichen Gründen zog er sich bereits mit 58 Jahren aus dem Berufsleben zurück.
Neben seiner Frau Jutta liebt Bernfried Schäfer seinen Vespa-Roller und gründete mit Gleichgesinnten in Amberg einen Vespa-Club. Einige Jahre war er auch Schöffe beim Amberger Landgericht. Die Eheleute Schäfer wanderten gerne in den Tiroler Alpen oder im Bayerischen Wald. Sie gehörten dem Amberger Bürgerverein an und Bernfried Schäfer war als Sportschütze bei der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft aktiv, wo er mit Klein- und Großkaliberwaffen schoss.
Eine größere Familienfeier ist erst für den nächsten Monat geplant, wenn Bernfried Schäfer seinen 88. Geburtstag feiert. Zur Eisernen Hochzeit gratulierte Oberbürgermeister Michael Cerny auch im Namen des gesamten Stadtrats und überreichte einige Euro Amberger Stadtgeld.













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