Der Vorsitzende der Kleingartenanlage, Albert Wiesmeth, ging auf die 100-jährige Geschichte ein: "Die Kriegszeiten haben für große Hungersnöte in der Bevölkerung gesorgt. Daher wurde das Land zur eigenen Versorgung urbar gemacht." Ein erstes Treffen Amberger Bürger habe im Sommer im damaligen Volksgarten von Amberg in der Regensburger Straße stattgefunden. "Dort haben die Teilnehmer beschlossen, ihre Idee von einer Kleingartenanlage mit Gemüseanbau und Kleintierhaltung zu realisieren." Am Pfingstmontag erfolgte laut Wiesmeth die Gründung der Kleingartenanlage auf Sumpfgelände mit 19 Gartenparzellen und Wiesen für Kleintiere. "Die Kleingärten haben die Funktion der grünen Lunge der Stadt und haben eine nicht zu unterschätzende ökologischen Bedeutung", zollte Bürgermeister Martin Preuß dem Verein Dank.
Rund 1000 Mitglieder zähle der Stadtverband der Kleingärtner in Amberg in seinen zwölf Zweigvereinen und Anlagen, von denen Drahthammer 1919 zu den ältesten zähle, macht Stadtverbandsvorsitzender Rudolf Pittroff bewusst. "Im Ehrenamt eine Kleingartenanlage am Laufen zu halten, ist alles andere als einfach."Er erinnert an die großen Kämpfe der Kleingärtner von Drahthammer 1919, als es damals um die Einverleibung dieser Anlage in die Anlage an der Vils gegangen sei, die der Verein erfolgreich verhindert habe. Erfolgreiche Kämpfe habe es um die Ausstattung der Anlage mit Wasser und Strom gegeben, um die Drahthammer 1919 von den anderen beneidet worden sei, die diesen Luxus noch nicht gehabt hätten.
"Eine Kleingartenanlage ist nicht einfach und muss über Generationen wachsen", betonte Pittroff. Er wies auf die biologische und ökologische Bedeutung der Anlagen hin, die einen drei Mal höheren Klimawert als Stadtparks hätten. Die Kleingärtner würden zudem einen hohen Einsatz für die Artenvielfalt bringen. "Die Kleingartenanlagen sind somit nicht nur liebenswert, sondern auch wertvoll." Der stellvertretende Bürgermeister von Kümmersbruck, Hubert Blödt, lobt die Kleingärten als Oasen für Bienen und Insekten wegen der Vielfalt an Kräutern und Blumen, die dort angebaut werden. Er betont, dass Kleingärten ausgezeichnete Lebensräume für Insekten seien.
Anschließend folgte die Auszeichnung treuer Mitglieder. Für 45 Jahre Helga Heiser, für 35 Jahre Hubert Rubenbauer und Hans Moosburger, für 30 Jahre Horst Kies und Lydia Zaiczek, für 20 Jahre Roswitha Preißler, Gabi Weiß, Gabi Ströhl, Elke Herzog, Gabi Weiß und Albert Wiesmeth und für 10 Jahre Serge Suktschjov, Nicolai Haiß, Sonja Schmidt und Erwin Kormann.













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