22.03.2019 - 17:55 Uhr
AmbergOberpfalz

Klinikum St. Marien: Mit neuer Zentraler Notaufnahme "bestens gerüstet"

Es war ein schwieriger Umbau, denn die Zentrale Notaufnahme (ZNA) hat ihr neues Gesicht bei laufendem Betrieb bekommen: Eine Operation am offenen Herzen sozusagen - die geglückt ist. Gesundheitsministerin Melanie Huml eröffnete die neuen Räume offiziell.

Die bayerische Ministerin für Gesundheit und Pflege (rechts) , Melanie Huml, eröffnet die neue Zentrale Notaufnahme des Klinikums St. Marien.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

In der neuen ZNA gibt es künftig elf Untersuchungs- und Behandlungsräume, zwei Schockräume, einen Eingriffs- und Gipsraum, zwei Triage- und Isolationszimmer sowie eine Überwachungsstation. Die Grundfläche der ZNA erstreckt sich in dem Bau nun auf mehr als 1300 Quadratmeter und hat sich damit mehr als verdoppelt. "Damit haben wir die besten Voraussetzungen für unsere Patienten geschaffen", ist der Vorstand des Klinikums, Manfred Wendl, bei der Einweihung sichtlich glücklich. Zufrieden ist er aber auch, weil die Baustelle eine große Herausforderung war. "Im Bestand und bei laufendem Betrieb wurde umgebaut."

Rund 9,9 Millionen Euro

Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf rund 9,9 Millionen Euro. Das habe man bei den Planungen einkalkuliert, sagt Wendl. 5,67 Millionen Euro hat das Klinikum an Förderungen erhalten. "Rund vier Millionen Euro müssen wir selbst tragen. Natürlich wird uns das in den kommenden Jahren erheblich belasten."

Erleichtert ist der Klinik-Chef über die Einhaltung des zeitlichen Rahmens: "Ein Jahr nach der Einweihung des ersten Bauabschnitts: Das ist bemerkenswert, wenn man die Schwierigkeiten im Bausektor derzeit bedenkt."

Nötig sei der Umbau gewesen, erklärt Wendl, vor allem wegen des höheren Patientenaufkommens: Vor 20 Jahren seien um die 15 000 Patienten im Jahr in der Notaufnahme registriert worden. Jetzt seien es um die 27 000. Man sei an Kapazitätsgrenzen gestoßen. "Es hat zu einem Problem geführt, Patienten adäquat zu versorgen." Hinzukomme dass es nicht mehr zeitgemäß sei, wenn Patienten, die nicht gehen können und solche, die sich auf den eigenen Füßen halten können, an nur einem Ort zu versorgen.

"Visitenkarte der Klinik"

Das Klinikum St. Marien hat jetzt auch zwei neue Schockräume.

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) lobte schließlich die "Visitenkarte" des Klinikums St. Marien. "Denn nichts anderes ist eine Zentrale Notaufnahme." Menschen kämen hier in einem Zustand der Sorge an. "Da ist es gut, wenn der erste Eindruck gut und professionell ist." Jetzt könne das Personal in den neuen Räumen und Strukturen noch besser helfen. Die erhöhte Zahl der Patienten in der Amberger Notaufnahme sah sie als Bestätigung der Arbeit hier: "Die Menschen stimmen sprichwörtlich mit den Füßen ab." Man vertraue in der Region dieser Klinik.

Oberbürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender Michael Cerny sieht die Klinik jetzt "bestens gerüstet" und lobt den "riesigen Fortschritt aus Sicht der Patienten". "Für den Bürger bieten wir in Amberg eine leistungsfähige Klinik mit einer genauso leistungsfähigen Zentralen Notaufnahme. Beides geht weit über eine Modernisierung hinaus."

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