06.06.2019 - 17:11 Uhr
AmbergOberpfalz

Kombination aus Sheriff und Stadtführer

Der Zweckverband Verkehrssicherheit plant, sein Betätigungsfeld auszubauen - unter anderem durch einen Ordnungsdienst. Der Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) der CSU möchte das auch.

CSU, Junge Union und Sicherheitspolitik-Arbeitskreis informierten sich beim Zweckverband Verkehrssicherheit über die Vorhaben von Geschäftsführer Maximilian Köckritz (Zweiter von links).
von Externer BeitragProfil

Unerlaubter Müll, Hinterlassenschaften von Wildpinklern, Hundekot in Parkanlagen, aggressives Betteln, verschmutze Spielplätze oder das Nichteinhalten von Sperrzeiten - die Liste der regelmäßig begangenen Ordnungswidrigkeiten ist laut Daniel Müller, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises, relativ lang. Maximilian Köckritz, der beim Zweckverbands als Geschäftsführer das Sagen hat, wird in einer Pressemitteilung mit diesen Worten zitiert: "Durch Personalreformen ist die Polizeipräsenz in diesen Bereichen weniger geworden. Dadurch sind nun die Kommunen gefragt, dem Sicherheits- und Ordnungsbedürfnis der Bevölkerung gerecht zu werden. Viele können das jedoch selbst nicht stemmen, haben nicht die Manpower oder das notwendige Know-how."

In Notlagen helfen

Deshalb möchte der Zweckverband expandieren, auch in diesem Bereich seine Kenntnisse einbringen und als interkommunaler Kümmerer seinen Gemeinden einen Ordnungsdienst anbieten: "Wunderbar ließe sich das mit der Überwachung des ruhenden Verkehrs kombinieren - den wir in vielen unserer inzwischen über 75 Gemeinden schon kontrollieren." Der Zweckverband sieht in dem Ordnungsdienst nicht nur den Sherriff-Job, bei dem es um Sicherheit und Sauberkeit geht: "Egal, ob jemand nach dem Weg fragt, Hilfe in einer Notlage braucht oder eine Frage zu einer Sehenswürdigkeit hat, die Mitarbeiter sollen bei vielen Anliegen unterstützen." Die Ausbildung umfasse aus diesem Grund die vielfältigsten Bereiche. "Für Amberg könnten wir uns beispielsweise eine Kooperation mit den Stadtführern vorstellen. Diese könnten dem Team vertieftes Wissen rund um die Stadt und deren Geschichte an die Hand geben", sagt Köckritz. ASP-Kreisvorsitzender Daniel Müller, der für die CSU auch im Stadtrat sitzt, ist von der Idee des Zweckverbandes angetan: "Wir würden es sehr begrüßen, wenn der kommunale Ordnungsdienst zeitnah den Betrieb in Amberg aufnehmen könnte."

Müller: Wirte sind dafür

Denn dieser bewirke nicht nur eine subjektive Erhöhung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung, sondern trage aktiv zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei. "Vor allem viele Kneipenwirte wären über den Einsatz eines kommunalen Ordnungsdienstes sehr erfreut", glaubt Daniel Müller. Das Team könne auch bei Großveranstaltungen wie dem Altstadtfest oder der Hexennacht unterstützend tätig sein. Maximilian Köckritz geht davon aus, dass der Zweckverband diese Dienstleistung noch Ende dieses Jahres anbieten könnte.

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