14.10.2020 - 16:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Kommentar: Ein Streitfall mit vielen Graustufen

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Die Kolpingsfamilie Herz Jesu Rosenberg klagt nach einer Spendenaktion erfolgreich 40.000 Euro zurück. Rhetorische Attacken gegen den Verein und seinen Vorsitzenden sind unangebracht. Ein Kommentar von Christopher Dotzler.

Um die Spenden für den herzkranken Basti ist es zu einem Rechtsstreit gekommen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil
Kommentar

Ein ganz und gar emotionaler Fall und zudem noch ein komplexer Sachverhalt. Wer den Spenden-Streit zwischen der Kolpingsfamilie und den Eltern von Basti wirklich verstehen will, muss sich mit einer komplizierten Materie auseinandersetzen. Einigen scheint das zu mühsam zu sein. Diese Folgerung lassen zumindest viele Meinungsbeiträge auf Facebook zu, bei denen die Kolpingsfamilie als Prügelknabe herhalten muss. Dabei liegt es dem Vorsitzenden fern, irgendwelches Geld in die Kassen des Vereins zu schaufeln, wie die Vorwürfe in etlichen Kommentaren mehr oder weniger deutlich lauten. Bei diesem Fall gibt es nunmal viele Graustufen – und zwei Seiten. Auf der einen die gebeutelte Familie, die trotz der erfolgreichen OP weiterhin einen herzkranken Sohn zu betreuen hat. Auf der anderen Seite aber auch einen Vereins-Vorsitzenden, der persönlich haftbar gemacht werden kann und auf den gerade eine bürokratische Lawine zurollt. Auch wenn Schwarz-Weiß-Denken für den einen oder anderen bequem sein mag, angebracht ist es nicht.

Kolpingsfamilien-Vorsitzender spricht über Spenden-Streit

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