Amberg
28.10.2026 - 22:02 Uhr

Kommunale Verdienstmedaillen in Silber für zwei Amberger

Innenstaatssekretär Sandro Kirchner ehrt 28 Persönlichkeiten mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber. Auch zwei Amberger sind unter den Ausgezeichneten.

Innen- und Kommunalstaatssekretär Sandro Kirchner hat am Dienstag in Augsburg 28 Persönlichkeiten aus Schwaben, Oberbayern und der Oberpfalz mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Unter ihnen sind auch die zwei Amberger Michael Cerny und Martin J. Preuß. Die Ehrung würdigt laut einer Mitteilung des Bayerischen Innenministeriums den unermüdlichen Einsatz der Geehrten für die kommunale Selbstverwaltung und das Vertrauen, das sie in ihren Gemeinden aufbauen.

Cerny ist seit 30 Jahren in der kommunalen Selbstverwaltung tätig: Von 1996 bis zu seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister 2014 gehörte er dem Stadtrat Amberg an, von 2002 bis 2008 war er Dritter sowie von 2008 bis 2014 Zweiter Bürgermeister von Amberg. Von 2014 bis 2026 war er schließlich Oberbürgermeister. Laut Mitteilung trieb Cerny insbesondere die Digitalisierung der Stadtverwaltung voran, steuerte umfangreiche Investitionen in die städtische Infrastruktur und stärkte Amberg als Standort für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen. Besondere Verdienste habe sich Cerny um die Entwicklung der Innenstadt gemacht: Nach langjährigem Leerstand entstand auf dem ehemaligen Forum-Areal mit den „Drei Höfen“ ein neues Quartier mit Hotel, Gastronomie, Praxen und Geschäften. Mit dem Bürgerspital-Areal, der ehemaligen Leopoldkaserne und dem Bürgerbeteiligungsprojekt „Innenstadt-Million“ zur Verschönerung der Altstadt habe er weitere wichtige Akzente gesetzt. Besonders am Herzen sei dem Geehrten die Rückkehr der restaurierten Torarolle in die Amberger Synagoge gelegen. Auch sein langjähriges Engagement in kirchlichen, sozialen und gesellschaftlichen Organisationen belege seine enge Verbundenheit mit der Amberger Stadtgesellschaft. Seit 2026 setzt Cerny sein Engagement im Stadtrat fort.

Preuß engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für das Gemeinwohl der Stadt Amberg und des Regierungsbezirks Oberpfalz. Seit 2002 ist er Stadtrat, von 2014 bis 2026 war er Zweiter Bürgermeister. Von 2021 bis 2026 verantwortete er als Vorsitzender des Beteiligungsausschusses strategische Entscheidungen der Stadt Amberg. Weiter präge und entwickle er das Amberger Seniorenforum weiter und begleite Beteiligungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Gelobt wird auch Preuß' Einsatz für die internationalen Städtepartnerschaften Ambergs, für die deutsch-polnische Völkerverständigung und für Hilfsprojekte in Osteuropa. Seit 2013 ist Mitglied des Bezirkstags der Oberpfalz, wo er sich den Bereichen Kultur, Denkmalpflege und Soziales verschrieben hat.

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