Amberg
12.10.2026 - 16:59 Uhr

Kooperationsgespräche zur Krankenhausreform in Amberg

Landrat Richard Reisinger und OB Michael Fritz arbeiten an einem Konzept zur Stärkung der Patientenversorgung in Amberg und Amberg-Sulzbach. Ziel ist die langfristige Sicherung der Gesundheitsversorgung.

Durch die anstehende Krankenhausreform würden in den kommenden Jahren die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Leistungsangebote der Kliniken erheblich verändert, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommunalunternehmen Klinikum St. Marien Amberg und Krankenhäuser Landkreis Amberg-Sulzbach. Der für Kliniken seit Jahren bestehende Kostendruck werde durch das vor Kurzem in Kraft getretene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ab 2027 nochmals erheblich verschärft. Daher stünden die Verantwortlichen der Kliniken und ihrer kommunalen Träger vor der Herausforderung, auf die geänderten Rahmenbedingungen adäquat zu reagieren, um die in unserer Region etablierte, qualitativ hochwertige stationäre Gesundheitsversorgung mit ihrem umfassenden Angebot dauerhaft und wohnortnah aufrechterhalten zu können.

Die Verantwortlichen der Kliniken der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach haben daher laut der Mitteilung auf Ebene der Klinikleitungen und der Aufsichtsgremien im August Gespräche aufgenommen, um gemeinsam Konzepte und Strukturen zu entwickeln, mit denen die qualitativ hochwertige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung in der Stadt Amberg sowie im Landkreis Amberg-Sulzbach aufrechterhalten und die bestehenden Standorte langfristig wirtschaftlich gesichert werden könnten. Primäres Ziel sei die Stärkung und langfristige Sicherung der Patientenversorgung im Stadtgebiet Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach. Ferner sollen die Strukturen in der Region mittel- und langfristig gemeinsam so weiterentwickelt und gestaltet werden, dass der Bevölkerung dauerhaft ein möglichst umfassendes Leistungsangebot sowohl in der Grund- und Regelversorgung als auch in der Schwerpunktversorgung wohnortnah zur Verfügung stehe.

Mit einer abgestimmten Strukturentwicklung soll zudem die Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung nachhaltig verbessert werden, um die kommunalen Träger der Kliniken dauerhaft finanziell zu entlasten. Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Fritz seien zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten ein gemeinsames Konzept abgestimmt werden könne, mit dem diese Ziele erreicht werden könnten, heißt es in der Mitteilung abschließend.

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