10.06.2020 - 11:31 Uhr
AmbergOberpfalz

„Dem Krebs eins auf die Mütze geben!“

Die Interessengemeinschaft Onkomützen unterstützt Patienten des Klinikums St. Marien in Amberg.

Die Onkomützen für das Klinikum werden jetzt auf Station verteilt.
von Externer BeitragProfil

Der Leitsatz der Interessengemeinschaft Onkomützen hört sich in manchen Ohren erst einmal etwas befremdlich an: "Gebt dem Krebs eins auf die Mütze!" Für Patienten, die an Krebs erkrankt sind, hat er eine besondere Bedeutung. Der Verlust der Haare gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Vielen Betroffenen macht das sehr zu schaffen. Die Interessengemeinschaft Onkomützen setzt hier an.

Ehrenamtlich nähen handarbeitsbegeisterte Menschen Mützen für alle, denen durch eine solche Therapie die Haare ausfallen. Onkomützen organisiert sich über Facebook. "Die Mütze ist für uns ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung. Sie soll nicht nur Accessoire sein", erzählt Ramona Ittner von der Interessengemeinschaft. "Wenn wir den Betroffenen ihren Weg damit zumindest ein kleines Stück erleichtern können, ist uns das Lohn genug. Wir freuen uns über jede helfende Hand." Finanziert wird dieses Projekt rein aus dem Ehrenamt. Gerne werden auch Farb- und Musterwünsche angenommen und umgesetzt. "Wir freuen uns sehr über diese tolle Aufmerksamkeit für unsere Patienten", betont die zuständige Stationsleitung am Klinikum St. Marien Amberg. "Viele der Betroffenen fühlen sich zum Zeitpunkt der Diagnose überfordert und absolut hilflos. Sie sind dankbar für jede positive Geste und Zuwendung."

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