Die politischen Weichen im Landkreis Amberg-Sulzbach sind gestellt: Bei der Kreistagswahl 2026 bleibt die CSU die dominierende politische Kraft. Mit einem Stimmenanteil von 38,1 Prozent sichern sich die Christsozialen 23 der insgesamt 60 Sitze im neuen Kreistag. Damit behauptet die Partei ihre Führungsposition, wenngleich sie im Vergleich zu früheren Ergebnissen leicht Federn lassen musste. Das vorläufige Endergebnis zeigt eine zunehmend differenzierte Parteienlandschaft im Landkreis.
Freie Wähler überholen die SPD
Eine wesentliche Verschiebung ergab sich auf den folgenden Plätzen. Die Freien Wähler konnten ihren Anteil auf 17,1 Prozent ausbauen und ziehen mit 10 Sitzen als zweitstärkste Fraktion in das Gremium ein. Sie verdrängen damit die SPD, die mit 14,5 Prozent der Stimmen und 9 Sitzen nur noch an dritter Stelle steht. Die Sozialdemokraten verzeichneten im gesamten Landkreis spürbare Verluste. Die Junge Union (JU) erreichte beachtliche 7,8 Prozent (5 Sitze), gefolgt von den Grünen mit 7,4 Prozent (4 Sitze) und der AfD mit 4,6 Prozent (3 Sitze). Auch FDP/FWS (4,5 Prozent, 3 Sitze), die ÖDP (3,5 Prozent, 2 Sitze) und Die Linke (2,5 Prozent, 1 Sitz) sind im neuen Kreistag vertreten.
Hohe Wahlbeteiligung und lokale Hochburgen
Das Interesse an der Mitgestaltung der Landkreispolitik war groß: Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 71,9 Prozent. Besonders eifrig zeigten sich die Bürger in Freudenberg, wo die Beteiligung bei beeindruckenden 95,3 Prozent lag. Das geringste Interesse verzeichnete die Stadt Sulzbach-Rosenberg mit 59,9 Prozent. Ein Blick auf die Gemeinden offenbart zudem klare regionale Schwerpunkte. Ihre Hochburgen hatte die CSU in Ammerthal (46,3 Prozent) und Hahnbach (45,8 Prozent), während sie in Edelsfeld mit 18,4 Prozent ihr schwächstes Ergebnis einfuhr. Die Freien Wähler punkteten besonders stark in Vilseck (41,9 Prozent) und Freihung (31,5 Prozent). Die SPD erzielte ihre besten Resultate in Auerbach (25,9 Prozent) und Schnaittenbach (21,1 Prozent).
Diese Kandidaten ziehen in den Kreistag ein
Für die CSU ziehen unter anderem Harald Schwartz, Stefan Frank, Stefan Braun und Dieter Dehling in den Kreistag ein. Für Richard Reisinger, der die Landratswahl gewonnen hat, rückt Markus Dollacker von der Liste nach. Die Liste der Freien Wähler wird von Stefan Kroher, Hans-Martin Schertl und Albert Geitner angeführt. Für die SPD errangen Uwe Bergmann, Peter Danninger und Bettina Moser Mandate. Die Junge Union wird durch Henner Wasmuth und Jonas Dittrich vertreten, während für die Grünen Yvonne Rösel und Elli Wolf einziehen. Die AfD entsendet Stefan Bauer und Roland Pilhofer. Für die FDP/FWS sind Reinhard Kohl und Hans-Jürgen Strehl dabei, für die ÖDP Christian Schmid und Marianne Badura sowie für Die Linke Katherina Gareis.
Kreistagswahl 2026
Landkreis Amberg-Sulzbach
Kreistagswahl 2026 – Landkreis Amberg-Sulzbach
Stimmenanteile (in %) und Sitzverteilung (60 Sitze) – Vorläufiges Ergebnis
Quelle: Landratsamt Amberg-Sulzbach
Transparenzhinweis: Die vorliegende Analyse samt grafischer Elemente ist mit Informationen der zuständigen Wahlbehörde und mit Unterstützung durch Künstliche Intelligenz erstellt worden. Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: Landratsamt Amberg-Sulzbach.












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