Mit der bestandenen Facharbeiterprüfung sei ein Etappenziel erreicht, betonte Wolfgang Hummel, Obermeister der Bau-Innung Amberg beim Lehrabschluss der Bau-Innungen Amberg und Amberg-Sulzbach im Restaurant Chillis (Malteser).
Drei Jahre Ausbildung in der Berufsschule und in den Betrieben hätten die Baufacharbeiter hinter sich gelassen, dabei auf den Baustellen auch Sommerhitze und Kälte im Winter kennengelernt, was nicht immer einfach gewesen sei, aber sie hätten sich durchgekämpft.
Den Junghandwerkern empfahl Hummel, die Möglichkeit der Weiterqualifizierung zu nutzen, um zum Vorarbeiter, Werkspolier, Maurermeister oder Bautechniker aufzusteigen oder gar ein fachtechnisches Studium anzustreben. Ihr Beruf hinterlässt Sichtbares, betonte Landrat Richard Reisinger.
Kein Computer könne einen qualifizierten Baufacharbeiter ersetzen. Mit dem Gesellenbrief sei der Grundstein für das Berufsleben gelegt und in der Mitarbeiterhierarchie seien die Junggesellen zwei Gerüstebenen aufgestiegen. Im aktuellen Trend des Fachkräftemangels steige der Marktwert des Facharbeiters, so Reisinger. Daran sollte man auch Arbeitgeber erinnern.
Mit großer Zuversicht
Für Ambergs 2. Bürgermeister Martin Preuß hat der Maurer einen Beruf, "den wir alle brauchen". Junge Gesellen hätten praktische Fähigkeiten und Fachwissen bei der Prüfung beweisen müssen. Mit dem Abschluss könnten die jungen Facharbeiter nun mit großer Zuversicht in die Zukunft blicken, denn das Baugewerbe boome derzeit wie noch nie und: "Hinten und vorne fehlt es an Nachwuchskräften". Die Region Amberg biete beruflich viele Möglichkeiten. Er rate, dem Handwerk und unserer Heimatregion treu zu bleiben.
Einen schweren Beruf hätten sich die Maurer ausgesucht, so Jürgen Reitzenstein (3. Bürgermeister Sulzbach-Rosenberg). Noch schwerer sei dieses Berufsleben bei zuletzt herrschenden Temperaturen.
Der erste Stein zum beruflichen Werdegang sei gelegt. Freisprechung bedeute aber auch, teilweise nicht mehr Weisungen befolgen zu müssen. Damit aber müsse ein Geselle künftig eigenverantwortlich arbeiten.
Eigene Ideen
Anerkennung verdiene, wer etwas leiste, so Kreishandwerksmeister Hans Weber. Der Gesellenbrief sei ein Führerschein für das Berufsleben. Nun folge die Praxis. Es gelte Eigeninitiative zu zeigen, selbstständig zu entscheiden, eigene Ideen und Kreationen einfließen zu lassen. Der Kunde sei letztlich der Schiedsrichter, der mit seinem Lob oder seiner Kritik über die Arbeit urteile.
15 Auszubildende hatten sich der Prüfung gestellt und diese auch bestanden. Als Beste wurden besonders hervorgehoben: Michalis Gatsas (Altmann Bau GmbH, Schmidgaden), Markus Ippisch und Zacharias Neidl (Bauunternehmen Anton Steiniger, Neunburg), Benedikt Niebler (Bauunternehmen Josef Margraf, Illschwang), Markus Piehler (Bauunternehmen Luber & Freller, Freudenberg), Andreas Weiß (Bauunternehmen Engelbert Sperber, Ursensollen), Lukas Forster (Blödt GmbH, Teublitz). Die Geehrten erhielten Preise des Betonwerks Meier (Lauterhofen) und der Schlagmann-Edmüller-Stiftung (Zeitlarn). Umrahmt wurde die Feier vom Trio Burst. (gfr)













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