Mit der Kunstsinnigkeit scheint es in einigen Amberger Kreisen nicht allzu weit her zu sein. Wurde am zurückliegenden Wochenende auf der Bleichwiese eine dort stehende Hasen-Skulptur von Anne Dreiss umgekippt (wir berichteten), so ist erst dieser Tage eine weitere vorsätzliche Beschädigung eines Kunstobjekts bekannt geworden. Der Tatzeitpunkt kann allerdings nicht mehr genau eingegrenzt werden.
Jedenfalls fehlt derzeit an dem stählernen Schlauchboot des Schweizer Bildhauers Jean-Marc Gaillard, das erst Mitte September in der Schiffgasse vor dem Landratsamt aufgestellt wurde, der stilisierte Außenbordmotor. Diese Arbeit stellt die erste Anschaffung der Stadt im Zuge ihres mit diesem Haushaltsjahr aufgelegten jährlichen Fonds zur Profilierung als Luftkunstort dar. Wilhelm Koch, maßgeblich an der Anschaffung dieses zuvor in Basel auf dem Freigelände des weltbekannten Museums Tingueli stehenden Werks beteiligt, hat die Beschädigung als Erster bemerkt. Bei einer Suche im unmittelbaren Umfeld des Kunstwerks fand er das stählerne Teil in der Vils. Städtische Bedienstete haben es inzwischen geborgen, teilte die Pressestelle des Rathauses auf Anfrage mit. Es sei unbeschädigt und werde derzeit eingelagert.
In den nächsten Tagen soll nun ein Treffen zwischen Kulturamtsleiter Reiner Volkert, dem Bildhauer Jean-Marc Gaillard und Koch stattfinden, um über eine Lösung zu beraten, damit sich der Vorfall nicht wiederholen kann. Auf eine Anzeige wegen Sachbeschädigung verzichtete die Stadt. "Weil ja kein Schaden entstanden ist", hieß es in der Pressestelle.













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