Amberg
14.03.2021 - 16:50 Uhr

Kunst gegen Komasaufen: Kampagne „bunt statt blau“ in Amberg

Gesucht sind die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch: Zur Aktion Kunst gegen Komasaufen sind auch Schulen in der region Amberg eingeladen.

Kunst gegen Komasaufen: Die DAK sucht in einem Wettbewerb die besten Plakate gegen Rauschtrinken Bild: DAK-Gesundheit/Wigger
Kunst gegen Komasaufen: Die DAK sucht in einem Wettbewerb die besten Plakate gegen Rauschtrinken

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2021 zur Alkoholprävention in Amberg. Im zwölften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Der Hintergrund: Jedes Jahr kommen bundesweit mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Experten fordern deshalb weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren durch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Alle Schulen in der Region Amberg sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 30. April Plakate gegen das sogenannte Komasaufen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit 18 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. „Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen“, sagt Caroline Schießl von der DAK-Gesundheit in Amberg. „Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“

Marktredwitz06.06.2018

Schon 110.000 Plakate

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 110.000 Schüler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Nordoberpfalz. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Caroline Schießl. „Wenn sie im Online-Unterricht untereinander oder mit ihren Lehrern Kreativideen diskutieren, kommen sie gleichzeitig bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch ins Gespräch.“

Auch im Jahr 2021 winkt den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, hat die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 30. April. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im September wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) aus den 16 Landessiegern die Bundessieger. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen unter www.dak.de/buntstattblau

 
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