22.07.2020 - 13:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Kurfürstenbad Amberg öffnet nicht vor 12. September

Diese Entscheidung haben sich die Stadtwerke nicht leicht gemacht: Das Kurfürstenbad Amberg bleibt bis mindestens 11. September geschlossen. Das hat viele Gründe.

Wer gern ins Kurfürstenbad geht, muss sich noch gedulden: Wegen der Pandemie bleibt das Bad vorerst zu.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Nach dem erfolgreichen Restart des Hockermühlbades am 11. Juni und der Ankündigung der Staatsregierung, dass Hallenbäder trotz der Corona-Pandemie ab 22. Juni wieder öffnen dürfen, waren die Freunde des Amberger Kurfürstenbades voller Hoffnung. Kann auch das seit 17. März geschlossene Kufü bald wieder aufmachen? Die klare Antwort von Stadtwerke-Geschäftsführer Stephan Prechtl kam am Mittwochvormittag: "Nein!" Eine Öffnung wäre momentan zwar theoretisch möglich, jedoch seien durch die Bayerische Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung umfangreiche Vorgaben zum Betrieb des Kurfürstenbades gemacht worden. Prechtl listet auf: "Beispielsweise ist aktuell der Betrieb von Wildwasser-Kanal, Massagedüsen, Wasserliegen mit Luft-Sprudel, Wasserfall, Wasserpilz, Luft-Sprudel im Hot-Whirlpool und des Dampfbades im Kurfürstenbad verboten."

Sauna: Maximal 18 Leute

Doch damit nicht genug: Auch im Saunabereich sei die Nutzung des Dampfbades und weiterer Einrichtungen untersagt. Zudem seien zusätzlich umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Stephan Prechtl nennt ein Beispiel: "Im Normalbetrieb dürften in der Event-Sauna 80 Gäste schwitzen, während aktuell die maximale Personenzahl auf 18 limitiert ist." Aufgrund der Summe der Vorgaben und "unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte", sei eine Öffnung des Hallenbades nicht vertretbar. "Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht", sagte der Stadtwerke-Geschäftsführer im Gespräch mit Oberpfalz-Medien und fügte noch hinzu: "Wir möchten zunächst den weiteren Verlauf der staatlichen Vorgaben nach der Urlaubszeit abwarten." Noch könne niemand einschätzen, wie sich die Corona-Lage entwickelt, wenn alle Reisenden wieder zu Hause sind.

Hocko bis 11. September

Der erfolgreiche Neustart des Hockermühlbades habe bei der Entscheidungsfindung geholfen. Laut Bäderleiter Günter Schwarzer läuft der Betrieb dort reibungslos, die maximale Besucherzahl von 1100 sei seit 11. Juni noch nie erreicht worden: "Es läuft alles sehr geordnet und diszipliniert ab." Laut Prechtl soll das Hocko bis 11. September geöffnet bleiben, einen Tag später, am 12. September, könnte das Kurfürstenbad öffnen. Die Stadtwerke würden so für einen nahtlosen Übergang sorgen. Alle Schwimmer müssten folglich an keinem Tag auf ihr Vergnügen verzichten. Immer natürlich unter der Voraussetzung, "dass die Rahmenbedingungen so bleiben", wie Stephan Prechtl sagte. Ende August oder Anfang September wollen sich die Stadtwerke dann erneut mit dem Thema Kufü-Öffnung beschäftigen und die Lage neu bewerten. Bei einem Neustart im September entfiele übrigens die ansonsten in diesem Monat übliche zweiwöchige Schließung. Die Wartungs- und Ausbesserungsarbeiten, die in den Vorjahren stets nach den Sommerferien vorgenommen wurden, sind laut Günter Schwarzer zu 90 Prozent schon jetzt erledigt worden.

Rückendeckung für die Entscheidung, das Hallenbad noch nicht zu öffnen, erhalten die Stadtwerke von Oberbürgermeister Michael Cerny, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats ist: "Wir haben die Wiedereröffnung des Kurfürstenbades unter den aktuellen Rahmenbedingungen intensiv diskutiert." Aktuell könnten die Stadtwerke aber im Hockermühlbad für alle Schwimmer "ein gutes Angebot" machen.

"Hohe Fixkosten"

Und auch aus diesem Grund bleibt das Hallenbad vorerst noch zu: "Wir würden aktuell bei hohen Fixkosten auch eher mit einem sehr zurückhaltenden Besuch von Bade- und Saunagästen rechnen." Cerny hofft von daher auf das Verständnis der treuen Besucher.

Hockermühlbad Amberg: Neustart nach Corona-Pause erfolgreich

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