19.04.2021 - 12:38 Uhr
AmbergOberpfalz

Landschaftsschutzgebiet am Erzberg ändert sich

In Amberg gibt es derzeit eine starke Nachfrage nach Wohnraum. In Neuricht eignen sich einige Flächen zur Bebauung mit Wohngebäuden. Der Umweltausschuss hatte dafür die ersten Weichen zu stellen.

Die Selgradstraße in Neuricht-Luitpoldhöhe. An dieser Stelle wird ein Teil aus dem Landschaftsschutzgebiet Erzberg herausgenommen, um eine Bebauung zu ermöglichen. An anderer Stelle wird aus einem Misch- ein Schutzgebiet.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Noch steckt der Bebauungsplan AM 138 „Luitpoldhöhe-Neuricht“ in seinen Kinderschuhen. Doch weil eine mögliche Bebauung in das Landschaftsschutzgebiet „Erzberg“ hineinragen würde, ist eine Änderung notwendig. Nördlich und westlich der Selgradstraße könnten bald Wohnhäuser entstehen und damit würde die Stadt Amberg der derzeit starken Nachfrage nach Wohnraum nachkommen, sagte Umweltreferent Bernhard Mitko in der Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag im Rathaus. Doch damit dort gebaut werden kann, muss das Landschaftschutzgebiet an dieser Stelle geringfügig weichen. In Abstimmung mit dem Naturschutzbeirat seien andere Flächen, die bisher als Mischgebiet festgesetzt waren, ins Schutzgebiet als Ausgleich aufgenommen worden. Die Stadträte stimmten einstimmig für das Vorhaben.

Klimaschutzmanagerin bleibt

Die Mitglieder des Umweltausschusses waren einstimmig dafür, die Stelle der Klimaschutzmanagerin weiter zu besetzen. Dazu wurde eine eine zweijährige Anschlussförderung von April 2022 bis März 2024 mit 55-prozentiger Förderquote beim Bundesumweltministerium beantragt. Dafür mussten auch konkret zwischen 18 und 22 Aufgaben ausgewählt werden, die priorisiert betreut oder umgesetzt werden. Die Stelle des Klimaschutzmanagers gibt es in Amberg seit April 2019. "Würden alle priorisierten Maßnahmen umgesetzt, könnten binnen zwei Jahren rund 3.700 Tonnen Treibhausgase eingespart werden", ließ Umweltreferent Bernhard Mitko verlauten.

Coupons für Gelbe Säcke

Helmut Weigl (CSU) kritisierte die Verteilung der Gelben Säcke über Coupons. "Das hat zu Problemen geführt." Wenn Mieter neu zuziehen, sei es für sie schwierig an Coupons zu kommen. Er befürchtete, wenn Bürger nicht einfacher oder flexibler die Säcke erhalten könnten, würden die Verpackungen einfach im Restmüll landen. Matthias Seuffert vom städtischen Umweltreferat erklärte, dass die Coupons eingeführt wurden, um die Zweckentfremdung der Gelben Säcke zu kanalisieren. Doch er gab zu, dass das System "verwaltungstechnisch sehr aufwändig" sei. Auch OB Michael Cerny war für eine "pragmatischere Lösung". Es wurde angekündigt, das System zu modifizieren.

Gelbe Säcke nur noch mit Coupons

Amberg

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.