22.11.2019 - 11:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Lebenshilfe Amberg-Sulzbach hat jetzt eigene Stiftung

"Es ist für die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach ein historisches Ereignis." Die Freude war Vorsitzendem Eduard Freisinger anzusehen. Für ihn geht ein Wunschtraum in Erfüllung. Sein Verein wird jetzt von einer eigenen Stiftung unterstützt.

Lebenshilfe-Vorsitzender Eduard Freisinger (Zweiter von links) und Stellvertreter Bernhard Vahle (rechts) überreichen den Stiftungsgründern Urkunden.
von Gerd SpiesProfil

Mehr als 20 Stiftungsgründer zählt die Gemeinschaft bereits. Sie erhielten bei der feierlichen Gründungsversammlung in der Mensa der Jura-Werkstätten die Urkunde überreicht. Ab sofort können Unternehmen, Vereine, Kommunen, aber auch Privatpersonen die Lebenshilfe in Form einer Stiftung unterstützen. Diese ist in die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Amberg-Sulzbach integriert.

Edgar Rauch von der Sparkasse und Dieter Weisner, Stiftungsberater der Deutschen Stiftungstreuhand AG, erläuterten bei der Gründungsversammlung das Konzept. Ziel sei es, mit Hilfe von Zuwendungen den Verein Lebenshilfe und die Jura-Werkstätten zu unterstützen. Zuwendungen können in Form von Spenden, aber auch als Vermächtnis oder Erbschaft erfolgen. Sie kann laut Weisner steuerlich geltend gemacht werden und ist vollständig von der Erbschaftssteuer befreit.

Neben Privatpersonen sind bisher auch Kommunen wie Gebenbach, Hahnbach und Vilseck dabei. Aber auch mehrere Unternehmen aus der Region zählen dazu. Die Amberger Firma Lüdecke ist eine von ihnen. Klaus Herdegen, der Geschäftsleiter von Lüdecke, wurde neulich von der Stadt Amberg mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. "Es besteht eine fantastische Zusammenarbeit zwischen den Jura-Werkstätten und dem Unternehmen Lüdecke", erklärte er das Engagement. Schon seit Generationen gebe es diese geschäftliche Verbindung. Rund 80 Beschäftigte der Jura-Werkstätten in Amberg leisteten täglich hervorragende Arbeit für Lüdecke - in Form von Montagearbeiten, Verpackungen oder auch hochwertiger Metallverarbeitung.

Einige Mitglieder der Lebenshilfe seien im Lüdecke-Betrieb im Industriegebiet Süd im Außeneinsatz. Mit mehr als einem Dutzend anderer Behinderten-Werkstätten in Nordbayern stehe die Firma in geschäftlicher Beziehung. "Es funktioniert perfekt", schwärmte Herdegen von dieser gelebten Inklusion.

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