11.02.2020 - 11:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Die Liste Amberg mit langer Themenliste

Die Liste Amberg hat ihr Programm für die Kommunalwahl am Sonntag, 15. März, vorgestellt. Laut Martin Frey, der die 26 Kandidaten anführt, widmet sich die Gruppierung acht Themenblöcken.

Aus dem Bürgerspitalgelände an der Bahnhofstraße soll laut den Vorstellungen von Die Liste Amberg ein Kultur-Areal werden – mit einem modernen Museumsgebäude, einem freien Kulturzentrum im Ring-Theater (links) und der Spitalkirche, die als Konzert- und Ausstellungsraum genutzt werden könnte.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Wie diese Ziele "aus unserer Sicht mit ganzheitlichen Maßnahmen zu erreichen sind", ist laut einer Pressemitteilung in 29 Handlungsfeldern und mit über 100 konkreten Ideen und Lösungsansätzen schriftlich festgehalten.

Im Bereich Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit sei es das zentrale Ziel für die Stadt Amberg, bis 2040 die CO2-Neutralität zu erreichen. Dabei gelte es in erster Linie, "das immense Potenzial der noch brachliegenden Dachflächen, für die mittlerweile auch wirtschaftlich attraktive Photovoltaik zu nutzen".

Eine Kommunikationsoffensive, vereinfachte Genehmigungsabläufe und ein verstärktes, vorbildliches Handeln bei kommunalen Gebäuden sollen dazu beitragen. Das von der Gruppierung, die um die ehemaligen SPD-Stadträte Brigitte Netta, Hannelore Zapf und Daniel Holzapfel herum entstanden ist, als menschengerechtes Verkehrskonzept bezeichnete Ziel stehe für eine nachhaltige Mobilitätswende.

Rad-Infrastruktur verbessern

Dabei geht es laut Frey um die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. Dringenden Nachholbedarf sieht Die Liste Amberg bei der Rad-Infrastruktur. Gefordert werden ein zusammenhängendes, sicheres Radwegenetz und der bedarfsorientierte Ausbau eines kostenlosen öffentlichen Personennahverkehrs. Frey: "Vor allem in der Innenstadt stehen wir für eine Verkehrsberuhigung und eine barrierefreie, gleichberechtigte Nutzung von Straßen und Plätzen für alle."

Amberg unterliege grundsätzlich einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und habe bereits zahlreiche Umbrüche erlebt. Als Beispiele nennt Martin Frey die Ansiedlung der Hochschule und die Eröffnung des Luftmuseums. Diesen Wandel soll "eine sensible und vorausschauende Stadtentwicklung" begleiten, bei der der Erhalt der lebendigen Stadtstruktur "und die gesunde Mischung aus Wohnen, Einkaufen, Arbeiten und Kultur und somit die Lebens- und Aufenthaltsqualität" im Mittelpunkt stehen.

Amberg sei zudem reich an vielfältigen kulturellen Initiativen. "Dieses Potenzial wollen wir fördern und wortwörtlich mehr Raum geben", sagt der 41-Jährige. Im Mittelpunkt steht die Idee eines Kultur-Areals auf dem Bürgerspitalgelände. Bestandteile sollen ein modernes Museumsgebäude, zum Beispiel für das Luftmuseum, ein freies Kulturzentrum (Ring-Theater) und die Spitalkirche als Konzert- und Ausstellungsraum werden.

Zudem müsse der Zugang zu individueller Bildung für jeden Stadtbewohner gewährleistet sein. Darum will die Liste ein Bildungsbüro schaffen, das lebenslange, integrative und digital gestützte Bildung koordiniert und dabei mögliche Zugangsbarrieren abbaut. Martin Frey: "Benachteiligende Ausgangslagen durch Zuwanderung, soziale oder körperliche Hindernisse müssen durch barrierefreie Teilhabemöglichkeiten an Bildung und Kultur ausgeglichen werden."

Weitere Vorschläge drehen sich um die Frage, wie das Zusammenleben in einer sozialen und solidarischen Stadtgemeinschaft gefördert werden kann. Auch zur nachhaltigen Sicherung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts und regionaler Strukturen, zum Beispiel durch die Förderung innovations- und gründungsfreundlicher Angebote, seien konkrete Maßnahmen erarbeitet worden.

"Bestmögliche Transparenz"

Martin Frey fasst zusammen: "Unser oberstes Ziel ist das Vertrauen der Bürger in die Kommunalpolitik wieder zu stärken. Hierzu fordern wir bestmögliche Transparenz und Teilhabe an Entscheidungsprozessen." Die Liste will "rein sachbezogen für die Entwicklung und Zukunft Ambergs agieren", einen Fraktionszwang ablehnen, keine Koalitionen eingehen und somit überparteilich handeln.Das vollständige Programm: www.dielisteamberg.de

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