14.06.2018 - 14:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Made in Amberg hilft in Chile

Erfolgreicher Start für das Vorzeigeprojekt von Grammer Solar beim chilenischen Kunden Pellet de Maule in der Stadt Constitución. Der Geschäftsführer ist beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der solaren Trocknungsanlage aus Amberg.

Almut Petersen, Siegfried Schröpf (beide Grammer Solar), Deutscher Botschafter in Chile Rolf Schulze, Felix Schmidt (dena), Alejandro Harbach (Grammer Solar)

(exb) Bei mehreren Ortsterminen in Santiago und Constitutión, an denen laut Firmenangaben neben Mitarbeitern von Grammer Solar auch ein Vertreter der Deutschen Energie-Agentur teilnahm, wurde die Leistungsfähigkeit der geplanten 220 Quadratmeter großen solaren Trocknungsanlage vorgestellt. Inzwischen sind die Verträge unterzeichnet.

Die Delegation aus Deutschland besuchte auch die Deutsche Botschaft in Santiago de Chile. Hier lobte Botschafter Rolf Schulze das Projekt. Grammer-Solar-Geschäftsführer und -Inhaber Siegfried Schröpf sagte: "Wesentliches Ziel ist es, die Möglichkeiten von solaren Trocknungssystemen in Chile zu demonstrieren und deren Leistungsfähigkeit anschaulich unter Beweis zu stellen." Als Herzstück dienen zertifizierte Solarluftkollektoren Made in Germany. Die Kollektoren eigener Fertigung wurden speziell für solarthermische Großanlagen konzipiert und sind sowohl robust als auch leistungsstark.

Die Anlage wird in Constitución, etwa 350 Kilometer südlich von Santiago de Chile installiert. Wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Region ist die Holzverarbeitung. Die Pelletproduktion erfolgt aus frischem Sägemehl und Sägespänen, die als Abfall anfallen und zu einem hochwertigen ökologischen Brennstoff weiterverarbeitet werden. Im Produktionsprozess muss das feuchte Sägemehl getrocknet werden. Zur Beheizung des Gebläsetrockners werden aktuell etwa 20 Prozent der produzierten Pellets im Prozess selbst verfeuert. Die Firma will nun die Produktionskapazität ausbauen und den prozentualen Verbrauch der Pellets reduzieren, indem eine solare Trocknung dem Prozess vorangestellt wird.

"Trockenes Rohmaterial zur Pelletproduktion ist Mangelware", macht Thiago Fornaro Puchet bei dem Termin in seiner Firma Pellet del Maule deutlich. Und: "Nur wenn wir die Trocknung der Sägespäne in die Pelletproduktion einbeziehen, können wir uns dynamisch am Markt entwickeln und die jährlich steigende Nachfrage nach Pellets bedienen."

Die Sonne könne hier einen wertvollen Beitrag leisten, zumal sie kostenlos zur Verfügung stehe. Die Einführung von Pellets als sauberer, regionaler und günstiger Brennstoff ist in Chile laut dem Grammer-Solar-Schreiben von nationalem Interesse. Viele chilenische Städte leiden im Winter unter extremer Luftverschmutzung, die ihre Hauptursache in der Verbrennung von feuchtem Brennmaterial hat. Holzpellets und zertifiziertes getrocknetes Brennholz bieten eine bezahlbare und saubere Alternative, und ermöglichen eine zusätzliche Wertschöpfung im ländlichen Raum, hieß es vor Ort.

Am Ende des dreitägigen Besuchs zeigte sich Felix Schmid, der als Vertreter der Deutschen Energie-Agentur an allen Treffen teilgenommen hatte, überzeugt: "Chile bietet hervorragende Konditionen für erneuerbare Energien. Die Solartechnik von Grammer Solar bietet eine passende Lösung für ein reales Problem."




Thiago Fornaro Puchet (Pellet de Maule), Siegfried Schröpf (Grammer Solar), Felix Schmidt (dena)
Besuch der Pelletproduktionsanlage in Constitución, Chile
Besuch der Pelletproduktionsanlage in Constitución, Chile
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