30.12.2018 - 15:40 Uhr
AmbergOberpfalz

In Mali sind Brunnen gefragt

Gemüse ist nicht nur gesund - in Mali verspricht es Einkommen und sichert die Ernährung der bäuerlichen Familien. Die Regionalgruppe der LAG Mali sammelt Spenden für einen professionellen Bewässerungsbrunnen. Dafür sind 3511 Euro nötig.

Beispiele für einen massiven Brunnen -so könnte der Amberger Brunnen aussehen.
von Autor SORProfil

Nach dem jüngsten Bericht der Vereinten Nationen zählt Mali zu den zehn ärmsten Ländern der Welt (durchschnittliche Lebenserwartung: 58 Jahre). 70 Prozent der 18 Millionen Einwohner leben von der Landwirtschaft. Doch in Abhängigkeit von entsprechenden Niederschlägen muss stets mit Ernteeinbußen beim Getreideanbau gerechnet werden. Mit Gartenbau, der sich auf Bewässerung stützt, kann die Nahrungsmittelproduktion gesteigert werden - unabhängig von direkten Regenfällen und bis in die späte Trockenzeit.

"Wenn wir uns an die Hitzeperiode im Jahrhundertsommer 2018 erinnern, können wir uns annähernd in die klimatischen Extrembedingungen der Menschen in Mali hineinversetzen. Für sie ist eine Trockenperiode von sieben Monaten, in der kein Regen fällt, Normalität und Wasser ist kostbar", sagt Ex-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl, der die Bedingungen dort auf einer Reise selbst erfahren hat. Als aktives Mitglied im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Entwicklungshilfe Mali (LAG Mali) kennt er die Hilfsprojekte und ihre Wirkung aus eigener Anschauung.

Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt die LAG den intensiven Gemüseanbau in ländlichen Gebieten. In der Regel bewirtschaften 50 Frauen einen kollektiv angelegten Garten, der einen halben Hektar groß ist. Das Grundstück wird in Absprache mit dem Dorfchef der Frauengruppe zur Verfügung übereignet. Bewässerungsbrunnen, Einfriedung und Arbeitsgeräte sind die Starthilfen der LAG. Die Frauen organisieren sich und sparen Rücklagen für das Saatgut an.

Massive Schachtbrunnen, die mit Betonverschalungen verstärkt sind, können tiefer gegraben werden und sind sicherer als traditionelle Brunnen. Damit können die Frauen den Garten bis in die späte Trockenzeit nutzen und mehr Nahrungsmittel produzieren. Mit dem Verkauf von Überschüssen können sie im Krisenfall Grundnahrungsmittel zukaufen. Erfolgreiche Projekte sprechen sich in Mali herum. So erhält die LAG immer wieder Anfragen von Frauengruppen aus Nachbardörfern, wie in der Kommune Dombila, ob nicht auch in ihrem Dorf der Anbau von Gemüse angeschoben werden kann.

Doch die Mittel sind begrenzt. Hier will die Amberg-Sulzbacher Regionalgruppe der LAG mit Hildegard Geismann, Adolf Schatz, Petra Schilling und Reinhold Strobl Abhilfe schaffen und sich für einen Brunnen in Mali einsetzen.

Spendenkonto: LAG Mali VR-Bank Fürth/Neustadt/Uffenheim IBAN: DE65 7606 9559 0003 2590 05 Kennwort: Wasser für Mali.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.