Amberg
16.10.2022 - 10:05 Uhr

Manfred Belusa mit dem „Ehrenamtsnachweis Bayern“ ausgezeichnet

Sozialministerin Ulrike Scharf würdigt Engagement in der Aphasiker Selbsthilfegruppe. Manfred Belusa seit 2009 in der Aphasiker-Selbsthilfegruppe engagiert.

Bei der Vergabe des Ehrenamtspreises (von links): Ulrike Scharf, bayerische Sozialministerin, Kerstin Bauer, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Amberg, Manfred Belusa, Selbsthilfegruppenleiter Aphasie Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Eva Gottstein, Ehrenamtsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Nicole Schley, Vorsitzende der freien Wohlfahrtspflege Bayern. Bild: BaySTMAS/exb
Bei der Vergabe des Ehrenamtspreises (von links): Ulrike Scharf, bayerische Sozialministerin, Kerstin Bauer, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Amberg, Manfred Belusa, Selbsthilfegruppenleiter Aphasie Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Eva Gottstein, Ehrenamtsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Nicole Schley, Vorsitzende der freien Wohlfahrtspflege Bayern.

Manfred Belusa wurde mit dem „Ehrenamtsnachweis Bayern“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung bekam er aus den Händen von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf in München überreicht.

Als Angehöriger unterstützt Belusa bis heute nicht nur seine nach einem Schlaganfall betroffene Frau, sondern übernahm kurz nach der Gründung im Jahr 2009 die Organisation der Aphasiker-Selbsthilfegruppe in Amberg. Aphasie ist eine Sprachstörung, die nach einer Hirnschädigung auftreten kann — meist durch einen Schlaganfall, eine Kopfverletzungen, einen Tumor, eine Hirnblutung oder ein Schädel-Hirn-Trauma.

Mit viel Engagement ist Belusa ein verlässlicher Ansprechpartner für viele andere Betroffene und Angehörige. Ganz besonders wichtig sind ihm hier die „Hilfe zur Selbsthilfe“ als Selbsthilfegruppe und die Autonomie als Mensch und Patient. Seit dem Jahr 2020 übernimmt er zusätzlich das Amt des Selbsthilfevertreters am Runden Tisch Oberpfalz und setzt sich dort für die Belange der gesundheitlichen Selbsthilfegruppen ein.

Mit Belusa wurden 13 weitere ehrenamtlich Engagierte ausgezeichnet, die sich in unterschiedlichen Bereichen – von der Jugendarbeit, über die Hilfe für Asylbewerber bis hin zu Sport und Musik – für ihre Mitmenschen einsetzen. Beim Festakt in München lobte Sozialministerin Ulrike Scharf den vielfältigen Einsatz ehrenamtlich Engagierter im Freistaat: „Wenn wir in diesen unruhigen Zeiten einen Moment innehalten, dann erkennen wir, wie kostbar das Miteinander ist. Im Ehrenamt spüren wir den Herzschlag unseres Sozialstaats. Unsere bayerische Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sich Menschen füreinander einsetzen.“

Seit der ersten Ausgabe am 30. November 2009 haben nun schon mehr als 10 000 Freiwillige den Ehrenamtsnachweis Bayern erhalten. Er wurde von den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege Bayern auf Initiative des Katholischen Frauenbunds in Bayern mit Unterstützung des Bayerischen Sozialministeriums geschaffen.

Der Ehrenamtsnachweis ist einerseits öffentliche Anerkennung für jahrzehntelanges bürgerschaftliches Engagement und bringt darüber hinaus auch jungen Menschen oder Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger berufliche Vorteile. Denn der auch von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft anerkannten Urkunde liegt ein Nachweis über die genaue Tätigkeit im jeweiligen Engagement bei. Daraus kann jeder künftige Arbeitgeber erkennen, welche Fähigkeiten und Talente jemand bereits über Jahre im Engagement eingebracht und erworben hat. Erhalten kann den Nachweis jeder Ehrenamtliche, der sich jährlich mindestens 80 Stunden ehrenamtlich einbringt oder in einem zeitlich begrenzten Projekt in diesem Umfang tätig war oder ist. Den Ehrenamtsnachweis ausstellen kann die Organisation, bei der die ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt wird.

 
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