28.01.2019 - 17:11 Uhr
AmbergOberpfalz

Mehr leben mit der Vils

Die Sichtweise, dass die Vils in der Stadt als eine mehr trennende als verbindende städtebauliche Gegebenheit wahrgenommen wird, soll ein Ende haben. Die Preisträger eines dazu ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs stehen nun fest.

Als Jury-Vorsitzende erläuterte Prof. Ingrid Burgstaller (rechts) das Entscheidung-Prozedere und die prämierten Arbeiten vor unter anderem Oberbürgermeister Michael Cerny (links daneben) und den Repräsentanten des 1. Preisträgers (ab Viertem von links) ab Fabian von Ferrari, Florian Walter und Amelie Rost.
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Neun Arbeiten wurden von Büros und Planungsgemeinschaften zwischen Berlin, Hamburg und München eingereicht, auch zwei Amberger Teilnehmer waren darunter. Am Ende gab es vier Preisträger, die restlichen Beiträge wurden mit Anerkennungspreisen bedacht. Der Kurztitel des Wettbewerbs offenbart sich noch griffig: "Leben an der Vils".

Dahinter verbarg sich - so der offizielle Titel - ein "Freianlagenplanerischer und hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit integriertem Ideenteil", der eine "barrierefreie Aufwertung und Vernetzung" des Flusslaufes für die Bürger der Stadt gewährleisten soll. Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU), Jury-Vorsitzende Prof. Ingrid Burgstaller, eine renommierte Architektin und Stadtplanerin aus München, sowie weitere Mitglieder des Entscheidungsgremiums präsentierten am Montagnachmittag die Preisträger. Es sind die FFFW Architekten-Partnerschaft Berlin gemeinsam mit den Architekten Rost.Niderehe Hamburg (1.Preis), gefolgt von den Landschaftsarchitekten Grieger Harzer Berlin und dem Büro Burger Landschaftsarchitekten in Partnerschaft mit Peter Kühn Landschaftsarchitekt (3. Preis).

Das Amberger Büro H + F (Harth und Flierl) wurde mit dem vierten Preis bedacht. Bei der Vorstellung der Arbeiten im alten Stadtarchiv erläuterte Burgstaller den Entscheidungsprozess der Jury und ging kurz auf die jeweiligen Schwerpunkte der Beiträge ein. Die prämierten Entwürfe werden noch bis Sonntag, 10. Februar, öffentlich präsentiert. Geöffnet ist die Ausstellung im ehemaligen Stadtarchiv, Zeughausstraße 1, montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr, an Samstagen von 10 bis 14 Uhr und an Sonntagen von 14 bis 17 Uhr.

Planungsschwerpunkte:

Das in diesem Wettbewerb überplante Gebiet umfasst den Verlauf der Vils im gesamten Stadtgebiet. Er konzentrierte sich jedoch hauptsächlich auf den nördlichen Bereich im Umfeld der Kräuterwiese und auf flussabwärts den Übergangsbereich zur Altstadt sowie die historische Kernstadt. Dabei bildeten sich folgende Schwerpunkte heraus:

Badeplatz

Jeder der eingereichten Vorschläge umfasst einen öffentlichen Badeplatz im Umfeld der Kräuterwiese. Die Gestaltung ist unterschiedlich angelegt im Stil eines Naturbads, Strandbads oder befestigten, leicht terrassierten Badeplatzes. Alle Vorschläge sehen ein unterschiedlich ausgestaltetes gastronomisches Angebot vor.

Liege-/Freizeitwiese

Naturnäher konzipiert sind Flächen im Umfeld der jeweiligen Badestellen, die als Liegewiese oder grüne Freizeitflächen dienen sollen. Vorgeschlagen wurden beispielsweise Anlegeplätze für Kanufahrer, Matsch-Spielplätze oder freizeitsportliche Spielflächen.

Promenadenbereich

Alle eingereichten Arbeiten beschreiben den unattraktiven Übergang von der Kräuterwiese Richtung Altstadt unter dem Pfalzgrafenring und der Fronfestgasse als dringend überarbeitungsbedürftig. Alle Vorschläge gehen in Richtung Promenaden, bis hin zu Lösungen mit einem Schwimmsteg. Die AZ stellt die Arbeiten noch ausführlich vor. (zm)

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