15.09.2021 - 12:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Meinung: Es braucht wahre „Empathie“ und „Achtsamkeit“

Hinter jedem Corona-Todesopfer steckt eine Geschichte des Leids, trauernder Angehöriger und eines einsamen Todes. Wolfgang Ruppert fordert in seinem Kommentar mehr echte „Empathie“ und „Achtsamkeit“.

92.694. So viele Todesopfer gab es bislang in Deutschland im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil
Kommentar

92.694. So viele Todesopfer gab es bislang in Deutschland im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Hinter jedem Einzelnen steckt eine Geschichte des Leids, trauernder Angehöriger und eines einsamen Todes. Ohne die nun mal leider harten Maßnahmen während der Pandemie wäre die Zahl ohne jeden Zweifel um ein Vielfaches höher. Wie viele Menschen die Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland tatsächlich gerettet haben, ist natürlich nicht exakt zu ermitteln. Tote lassen sich eben leichter zählen als Menschen, die nicht einmal wissen, dass gerade sie andernfalls hätten sterben können. Wer jetzt behauptet, dass gerade die Maßnahmen, die das Schlimmste verhindert haben, zu übertrieben waren, weil es nicht noch dicker kam, der hat diese Zusammenhänge nicht verstanden.

Dann noch zu behaupten, „die Sterblichkeit bei Corona ist nicht höher als bei einer Grippe“ und sogar so weit zu gehen, ohne jegliche Evidenz zu unterstellen, die Impfungen seien genauso gefährlich wie das Virus selbst, ist nur dreist. Es ist ein Schlag ins Gesicht jeder Person, die einen geliebten Menschen durch dieses grauenhafte Virus verloren hat. Wer sich solch Mutmaßungen bedient, um Menschen von seinem angeblichen „Argument“ zu überzeugen, zeigt, dass für ihn die Begriffe „Empathie“ und „Achtsamkeit“, wenn er sie sich auch noch so sehr auf die Fahnen schreibt, nicht mehr sind als zwei hohle Phrasen.

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