Mitmachen kann jeder, der will: ob groß, ob klein, ob mit Handicap oder mit Migrationshintergrund. Eine Anmeldung im Vorfeld wird es nicht geben, haben die Verantwortlichen entschieden. Wer am Wettbewerb teilnehmen will, muss zum Check-in kommen, der von 14 bis 15 Uhr im ACC-Foyer läuft.
160 Teilnehmer, 40 Tische
Ausgelegt ist die Meisterschaft auf 160 Teilnehmer. Per Zufallsgenerator wird ausgelost, wer an welchem der 40 Tische spielt. Laut Daniel Holzapfel, der mit Norbert Fischer, dem Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport, die technischen Details ausgetüftelt hat, werden zu Beginn der Meisterschaft um 15.30 Uhr die Spielregeln erklärt. Und dann geht es auch schon los mit der ersten Runde. Schluss ist nach 25 Minuten. Dann folgt die Auswertung, wobei sich die Punkte aus der Anzahl der Spielfiguren im Häuschen und auf den vorgerückten Feldern zusammensetzen.
In der zweiten Runde (wiederum 25 Minuten) werden die Halbfinal-Teilnehmer (16 Spieler, vier Tische) ermittelt. Herrscht Gleichstand, ist ein Stechen (Wer am schnellsten eine Sechs würfelt) vorgesehen. Die Endrunde bestreiten die Sieger der vier Halbfinal-Tische.
Die Meisterschaft dauert bis gegen 17.30 Uhr, die Preise werden im Anschluss verliehen. Was die Gewinner bekommen, will Brigitte Netta noch nicht verraten. Nur so viel: "Es werden Dinge sein, die den Leuten eine Freude machen." Für den Fall, dass es bei den Wertungen zu Diskrepanzen kommen könnte, sorgt der Stadtverband für Sport vor: Er stellt laut seines Vorsitzenden Norbert Fischer sechs Schiedsrichter. Schmidt-Spiele stellt den Veranstaltern 40 neue, ungeöffnete Spiele zur Verfügung.
Die Lebenshilfe hat Spielfelder mit Einkerbungen und Spielfiguren mit Magneten für Menschen mit Koordinierungsschwierigkeiten entwickelt. Außerdem sind die Köpfe der Figuren unterschiedlich, so dass Sehbehinderte ihre jeweiligen Steckerln erfühlen können. Des Weiteren gibt es die Spielregeln in leichter Sprache.
Buntes Begleitprogramm
Rund um das Turnier ist viel geboten. Brigitte Netta sprach von einem kurzweiligen Nachmittag, dessen Rahmenprogramm von einer Malaktion (Gestaltung von Spielbrettern) über eine Ausstellung zu "Mensch ärgere dich nicht" bis hin zu fetzigen Klängen der Percussion-Gruppe Jalapeños reicht. "Da ist für alle was dabei, auch für diejenigen, die nicht bei der Meisterschaft mitspielen."
Ein Spiel, das verbindet
Brigitte Netta, Initiatorin diverser Aktionen rund um das beliebte Brettspiel wie Freiluftspielfeld, Gedenktafel am Geburtshaus von Spieleerfinder Josef Friedrich Schmidt, zwei aufgestellte Weltrekorde und eine eigene Amberg-Edition, bezeichnete das Spiel als eines, das „Generationen, Menschen und Kulturen verbindet“.
Die erste deutsche inklusive „Mensch ärgere dich nicht“-Meisterschaft könne nur organisiert werden, weil sich dafür verschiedene Akteure engagieren. Da wären zum Beispiel die Bündnisse für Familie sowie Migration und Integration, die Netta als das „Dach für die Aktion“ bezeichnete. Oder der Stadtjugendring, der eine große „Mensch ärgere dich nicht“-Plane verwaltet, die über die Geschäftsstelle (stadtjugendring[at]amberg[dot]de; 09621/10 17 20) ausgeliehen werden kann. Die sechs mal sechs Meter große Plane ist das Spielfeld, die Menschen sind die Spielfiguren und werden mit Farbbändern gekennzeichnet. SJR-Mitgliedsverbände zahlen fünf, alle anderen zehn Euro.
Christina Gerl, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, berichtete von Spieleabenden, die für Flüchtlinge organisiert wurden. Außerdem seien die Spielregeln in verschiedenen Sprachen übersetzt worden, zum Beispiel ins Arabische und Kurdische.













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