12.03.2019 - 11:38 Uhr
AmbergOberpfalz

Metallbauer-Lehrabschluss: Handwerk hat auch künftig goldenen Boden

Nach erfolgreicher Prüfung durften sieben junge Männer ihren Gesellenbrief als Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik entgegennehmen. Zwei von ihnen wurden für besondere Leistungen gewürdigt.

Innungsobermeister Manfred Rauscher (links), Kreishandwerksmeister Hans Weber (Dritter von rechts) und Ambergs 2. Bürgermeister Martin Preuß gratulierten den frischgebackenen Gesellen im Metall-Handwerk, von den nicht alle an der Verleihung der Gesellenbriefe teilnehmen konnten. Rechts von Rauscher die zwei erfolgreichsten Absolventen mit der Prüfungsnote 2, Peter Holzwarth und Andreas Schönberger.
von uscProfil

Das Handwerk hat auch in Zukunft goldenen Boden: Darin sind sich Obermeister Manfred Rauscher von der Metall-Innung Amberg-Sulzbach, Kreishandwerksmeister Hans Weber und Ambergs Bürgermeister Martin Preuß einig. Dies versicherten sie bei der Lehrabschlussfeier im Metall-Handwerk. Nach erfolgreicher Prüfung durften sieben junge Männer ihren Gesellenbrief als Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik entgegennehmen.

Rauscher unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der rund 1 000 000 Handwerksbetriebe in Deutschland. Sie haben 5,4 Millionen Beschäftigte, bilden 363 000 Lehrlinge aus und weisen einen Jahresumsatz von zuletzt 561 Milliarden Euro vor. "Das Handwerk ist und bleibt in unserer sozialen Marktwirtschaft ein starker und leistungsfähiger Faktor", betonte Rauscher. Als vielseitiger Wirtschaftsbereich präge und gestalte es mittelständisches Wirtschaften.

Kreishandwerksmeister Hans Weber zeigte sich überzeugt, dass die Jung-Gesellen mit Optimismus in die Zukunft schauen können. Für den Beruf sehr zutreffend sei das Zitat: "Tradition heißt, die Glut weiterzugeben und nicht die kalte Asche zu bewahren." Er ermunterte die Absolventen, diese Glut weiter zu schüren. Von einem Tag berechtigter Freude sprach Bürgermeister Martin Preuß. Die Ausbildung sei damit aber noch lange nicht abgeschlossen. Erfolg habe man im Beruf nur, wenn man dauernd dazulerne. Er bat die jungen Männer, beruflich der Region treu zu bleiben.

Bei der Übergabe der Gesellenbriefe ehrte Rauscher die zwei besten Absolventen. Peter Holzwarth, der seine Lehre bei der Firma Dorn & Schörner in Etzelwang durchlief, schaffte die Note 2. Diese erreichte auch Andreas Schönberger von der Firma Metallbau Florian Kraus in Freudenberg.

Im Blickpunkt:

"Das Land braucht Unternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung"

Das Land brauche Unternehmen, die nicht um jeden Preis möglichst schnell Geld verdienen wollen und das am besten auch noch auf Kosten anderer, betonte Obermeister Manfred Rauscher.

„Wir brauchen Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind“. Die mache sich durchaus auch am Umgang mit den vorhandenen Arbeits- und Ausbildungsplätzen fest. „Handwerksbetriebe können ihre Unternehmen selbst im Zeitalter der Globalisierung häufig nicht ins Ausland verlagern, weil sie regional und lokal angebunden sind“, stellte Rauscher fest. „Umso positiver ist es einzuschätzen, wenn die Betriebe im Handwerk ausbilden und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für die Zukunft nachhaltig positiv beeinflussen“. In keinem anderen Wirtschaftszweig stünden Berufsethos und ehrenamtliches Engagement so im Vordergrund. Das deutsche Handwerk genieße weltweit einen guten Ruf und sei vorbildlich bei der Ausbildung junger Menschen. Rauscher appellierte an die frischgebackenen Gesellen, alle Chancen der Weiterbildung zu nutzen.

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