Der Zensus 2022 gibt Aufschluss: Erstmals gibt es Angaben zu mittleren Mietpreisen nicht mehr nur nach Landkreisen oder Gemeinden, sondern tatsächlich für bestimmte Gebiete jeweils bis auf den Hektar genau. Auch in der nördlichen Oberpfalz lässt sich damit für einzelne Straßenzüge nachvollziehen, was im Mittel an Kaltmiete anfällt.
Auf dem Lande, wo es weniger Mietwohnungen und mehr Wohneigentum gibt, sind die Werte möglicherweise nur bedingt aussagekräftig. Wo es in einer Stadt aber teurer und wo eher günstiger ist, eine Wohnung zu mieten, das lässt sich in den detaillierten Karten gut nachvollziehen.
Und auch regionale Vergleiche lassen sich ziehen. So sind die Mieten in der nördlichen Oberpfalz im Mittel in Tirschenreuth an niedrigsten, in der Stadt Amberg am höchsten. Um fast 2 Euro pro Quadratmeter unterscheidet sich hier der Median, also der Mietpreis, bei dem genau 50 Prozent der Werte höher und 50 Prozent niedriger liegen. Zwischen Weiden und Amberg beträgt der Unterschied immerhin noch rund 40 Cent.
Ansonsten ist zwischen den Landkreisen ein deutliches Nord-Süd-Gefälle zu erkennen. Im Kreis Schwandorf sind die Mieten am höchsten, wobei der Abfall hin zu Tirschenreuth besonders auffällig ist. Allerdings sind auch die ausgewiesenen Ausreißer innerhalb der Landkreise bemerkenswert: Auch im Kreis Tirschenreuth kann man also sehr teure, in der Stadt Amberg günstige Wohnungen mieten. Wie sich die mittleren Mieten unterscheiden, verraten die Karten unterhalb.
Median-Miete in den Nordoberpfälzer Kreisen
- Amberg: 6,21 Euro
- Weiden: 5,85 Euro
- Amberg-Sulzbach: 5,22 Euro
- Neustadt/WN: 4,82
- Schwandorf: 5,51 Euro
- Tirschenreuth: 4,38 Euro













Die angegebenen Preise je Quadratmeter sind wirtschaftlich nicht machbar.
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