28.10.2020 - 16:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Ministranten erleben Kirche anders: Luca Schott (20) seit fünf Jahren Obermini

Der Ministrantendienst hat es oft schwer. Er konkurriert mit Training oder Musikstunden um die knappe Freizeit der Schüler. Luca Schott (20) von Hl. Dreifaltigkeit erklärt den Reiz des Ministrierens.

Luca Schott (20) ist seit fünf Jahren Oberministrant in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Amberg.
von Adele SchützProfil

Bei der Vollversammlung der Ministranten der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit stand die Neuwahl des Oberministranten an. Einstimmig wurde Luca Schott (20) in seinem Amt bestätigt. Bereits im fünften Jahr bekleidet der junge Mann nun dieses Ehrenamt. Oberpfalz-Medien trifft ihn zum Interview.

ONETZ: Wie lange sind Sie schon Ministrant?

Luca Schott: Ich bin Ministrant seit der 4. Klasse. Das heißt, ich hatte vor ein paar Wochen mein zehnjähriges Dienstjubiläum.

ONETZ: Was war Ihr Beweggrund, zum Ministrieren anzufangen?

Luca Schott: Als wir uns damals in der 3. Klasse auf die Kommunion vorbereiteten, wurde uns auch der Ministrantendienst ans Herz gelegt, was wir natürlich alle ausprobieren wollten. Meine Eltern hatten mich dann auch Gott sei Dank dazu angemeldet. Hierzu gibt es noch eine witzige Geschichte. Ich hatte damals in den Sommerferien die Proben für das Ministrieren verpasst und wurde zu Schulbeginn ohne Einweisung ins kalte Wasser geworfen. Ich habe das dann aber ganz gut gemeistert.

ONETZ: Was macht den Reiz des Ministrierens aus?

Luca Schott: Man erlebt die Heilige Messe doch etwas anders als der Gottesdienstbesucher. Vor der Messe werden die Dienste wie der Buch- oder Altardienst unter den Minis verteilt, bevor es dann losgeht. Man kann sich auf die anderen Minis freuen, die auch auf dem Plan stehen. Zudem ist immer die große Frage, wie viele Leute in der Kirche sitzen. Am Anfang ist man natürlich doch noch sehr aufgeregt, vor vielen Menschen zu stehen. Aber am wichtigsten ist die Nähe zu Gott, die man in der Kirche am stärksten spürt. Jeder Ministrant kann stolz auf sich sein, in der Kirche so einen anspruchsvollen und erfüllenden Dienst zu erledigen. Heutzutage ist dies nicht mehr selbstverständlich.

ONETZ: Wie sind Sie zum Ehrenamt des Oberministranten gekommen?

Luca Schott: Ich habe den Oberministranten schon immer bestaunt, da er so viele Kinder vertritt und auch immer für den Weihrauch bei den Messen zuständig ist. Im Jahr 2016 wurde ich dann mit 15 Jahren Gruppenleiter, habe mich dann spontan als Gegenkandidat bei der Wahl des Oberministranten aufstellen lassen und diese sogar gewonnen. Das hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben und mich natürlich auch sehr gefreut.

ONETZ: Was fasziniert Sie an diesem Ehrenamt, das Sie trotz Berufstätigkeit weiter ausüben?

Luca Schott: Mir macht Jugendarbeit sehr viel Spaß. Ich arbeite gerne mit Leuten zusammen. Das können, glaube ich, auch alle bestätigen, die mich kennen. Nach wie vor ist es mir eine Ehre, die Ministranten zu vertreten, Gruppenstunden und Aktionen zu planen, mit den Hauptamtlichen der Kirche zu arbeiten, an sämtlichen Sitzungen teilzunehmen, wie Pfarrleitung oder Pfarrgemeinderat, und mit sehr viel Menschen von Jung bis Alt in Kontakt zu treten. Überwiegend tätig bin ich damit am Wochenende, somit kommt meiner Arbeit als Bankangestellter nichts in die Quere.

ONETZ: Worin sehen Sie als Oberministrant ihre wichtigsten Aufgaben?

Luca Schott: Ich sehe meine wichtigste Aufgabe darin, den Kindern die Kirche näher zu bringen und parallel eine Gemeinschaft neben dem Ministrieren zu bilden. In meinen Jahren als Oberministrant haben wir jetzt fünf Ministranten-Gruppenstunden und monatliche Aktionen auf die Beine gestellt und vieles mehr. Das alles ist aber nicht alleine zu bewerkstelligen, hier habe ich eine großartige Unterstützung meiner Mini-Gruppenleiter, die mir da wirklich vieles abnehmen und mich unterstützen, wo es nur geht. Deshalb muss ich an dieser Stelle ein großes Dankeschön an mein Team loswerden.

Während Corona fanden die Minis von Hl. Dreifaltigkeit Alternativen

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