16.10.2018 - 10:30 Uhr
AmbergOberpfalz

Multimillionär wird Missionar

Eine ungewöhnliche Biografie brachte der Referent in den Gerhardinger-Saal der Dr.-Johanna-Decker-Schulen zum Vortragsabend mit: Hubert Liebherr ging den Weg vom Multimillionär zum Missionar.

Hubert Liebherr

Der Ingenieur wurde 1950 in Memmingen geboren. Bis 1988 war er als Mitgesellschafter der vor allem durch Baumaschinen bekannten Liebherr-Werke tätig. Trotz einer als selbstverständlich empfundenen katholischen Erziehung im Kreis der Familie mit insgesamt fünf Kindern, die von 1945 bis 1950 in einer Holzbaracke mit zwei Zimmern wohnten, entfernte sich Liebherr nach eigenen Worten vor allem während seines Studiums vollständig vom Glauben und genoss das weltliche Leben in vollen Zügen.

Nach einem Autounfall (1981) begann ein Prozess der Loslösung von seinem bisherigen Lebenswandel. Es folgte die Hinwendung zum katholischen Glauben. Dies führte ihn schließlich zum Verzicht auf sein Erbe, so dass er sich ganz seinem religiösen Auftrag widmen könne, wie er ihn verstehe. Einen großen Teil seines Vortrags verwendete Liebherr darauf, die verschiedenen Stadien seiner Abkehr vom gewohnten Leben zu schildern. Im Besonderen fühle er sich dem - bisher offiziell nicht anerkannten - Wallfahrtsort Medjugorje verbunden, den er den "größten Beichtstuhl der Welt" nannte. Außerdem ist er Vorsitzender des Vereins "Kirche für den Osten": In der ehemaligen Sowjetunion hat er zahlreiche Kirchen errichtet. So konnte er seinem erlernten Beruf des Bauingenieurs einen neuen Sinn geben.

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