20.09.2019 - 16:15 Uhr
AmbergOberpfalz

Der neue Amberger Sportpark kann kommen

Ein gemeinsamer Sportpark am Schanzl, das war bisher nur ein Wunschtraum. Doch seit Donnerstag ist dessen Verwirklichung ein gutes Stück wahrscheinlicher geworden. Auch wenn diese wohl rund drei Millionen Euro kosten wird.

So könnte der Sportpark am Schanzl nach dem Umbau in drei oder mehr Bauabschnitten aussehen. Er soll nach dem Willen der Stadtplaner und des Stadtverbands für Sport ein Treffpunkt für alle Amberger werden.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Wenn einer die Vereine am Schanzl unter einen Hut bringen kann, dann ist das Norbert Fischer. Der ehemalige Kultur- und Sportreferent und amtierender Vorsitzender des Stadtverbands für Sport hat sich in den vergangenen Monaten mit den Vertretern von ERSC, ESC, ESV, DJK, TV 1861 und TC am Schanzl zusammengesetzt und es tatsächlich geschafft, verhärtete Fronten aufzuweichen und Mensch zusammenzuführen. Tatsächlich, so Fischer am Donnerstag im Hauptausschuss, ziehen sie nun alle an einem Strang am Schanzl - und zwar in dieselbe Richtung, wie er ausführte.

Aufgabe des Hauptausschusses am Donnerstagnachmittag war es, eine Grundsatzentscheidung zu treffen. Soll das Konzept umgesetzt werden oder nicht? Auf Basis dieser grundlegenden Empfehlung an den Stadtrat, die übrigens einstimmig erfolgte, können nun die konkreten Planungen in Angriff genommen werden, um die Veränderungen vorzunehmen. Die nach Ansicht der Planer notwendig sind, um aus der Sportanlage zwischen Vils und Dultplatz den Amberger Sportpark zu machen, der für alle Vereine und vor allem für alle Bürger der Stadt attraktives Naherholungsgebiet sein soll.

Die Reaktionen auf das von Norbert Fischer vorgestellt Projekt waren durch die Bank positiv - auch wenn es einige Nachfragen und Bedingungen gab. So will die SPD-Fraktion bis zur letztendlich für das Konzept entscheidenden Stadtratssitzung die schriftlichen Erklärungen aller Vereine, dass sie das Konzept wirklich unterstützen und bis zum Ende mitgehen. Eine durchaus verständliche Bedingungen, wie auch Norbert Fischer einräumte, der kein Problem sieht, diese Unterschriften zu beschaffen.

Und Dieter Mußemann, der Fraktionsvorsitzende der CSU, hätte schon noch einmal mit spitzer Feder über den Entwurf gerechnet. Denn drei Millionen Euro - allerdings inklusive der ohnehin notwendigen Sanierung der städtischen Leichtathletikanlage, die mit rund 700 000 Euro zu Buche schlägt - sind schon eine Menge Geld, wie Mußemann befand.

Mußemann stieß insbesondere die geplante zentrale Toilettenanlage ein bisschen auf, die sowohl für das Stadion als auch öffentlich genutzt werden kann - von den Kindern und Jugendlichen, der benachbarten Skateranlage beispielsweise. Dafür fast 500 000 Euro zu veranschlagen, das erscheine ihm doch "ein bisschen hoch gegriffen", sagte er und ergänzte: "Da müssen wir noch mal reden." Diskussionen gab es auch zum Thema Kunstrasenplatz, der anstelle des heutigen ESV-Platzes oder auf der ehemaligen Skateranlage hinter dem Stadion gebaut werden könnte.

Der aber laut Norbert Fischer ganz weit hinten auf der Prioritätenliste steht. Und zwar wegen der ungeklärten Problematik mit dem dafür notwendigen Granulat, das zunehmend als Mikroplastik für Probleme mit der Umwelt sorgt. "Da habe ich Magenschmerzen", sagte Birgit Fruth (SPD) mit Blick auf ein Bauverbot für Kunstrasen, das derzeit im Raum steht. "Wenn ich den Kunstrasen zum jetzigen Zeitpunkt bauen würde, dann wäre das Harakiri", sagte darauf Norbert Fischer, der ohnehin viel lieber eine zweite Eisfläche errichten würde, als einen Kunstrasenplatz, wie er betonte.

Der neue Amberger Sportpark:

Beachvolleyball

Die bisher vier Beachvolleyballfelder auf dem Gelände des DJK Sportbundes sollen auf sechs erweitert werden. Dafür gibt die DJK ihren B-Platz auf. Errichtet werden zudem mobile Tribünen, Duschen und Umkleiden sowie ein ebenfalls mobiles Multifunktionsgebäude. Der städtische Investitionszuschuss würde rund 80 000 Euro betragen, den Rest stemmen die Volleyballer in Eigenleistung.

Multifunktionsplatz

Zwischen der Skateranlage für Jugendliche und der Tennishalle schafft der TV 1861 einen Multifunktionsplatz.

Eissport

Wunschtraum von Norbert Fischer wäre eine zweite Eishalle, um auch die hervorragende Jugendarbeit des ERSC zu honorieren. Die steht aber erst einmal in den Sternen. Geplant wären aber umfassende Renovierungsarbeiten (Duschen, Umkleiden) sowie ein Anbau im Norden der Eishalle in Richtung Vils, um Lagermöglichkeiten für die Ausrüstung zu schaffen. Die Stadt wäre mit rund 190 000 Euro und einem zinslosen Darlehen an den Verein mit von der Partie.

Toilettenanlage

Sie soll neben dem Stadion entstehen und sowohl dessen Besucher offen stehen als auch den öffentlichen Bereich anbinden. Kosten rund 420 000 Euro.

Skaterpark

Der sehr gut angenommene Skaterpark für Jugendliche soll erweitert und um eine Anlage für Kinder erweitert werden. In diesem Bereich soll dann auch ein Kinderspielplatz entstehen und die Gaststätte eventuell um einen Biergarten erweitert werden.

Allwetterplatz

Er würde neben der Beachvolleyballanlage entstehen und öffentlich zugänglich sein.

Calisthenics-Park

Diese Trendsportart könnte auf dem jetzigen ESV-Beachhandballfeld seine Heimat finden.

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