Amberg
09.05.2022 - 15:51 Uhr

Neue Ausstellung "Japonia. Bilder von Japan" im Barocksaal der Provinzialbibliothek Amberg

In der Provinzialbibliothek ist bereit alles für die Ausstellung „Japonia“ im barocken Bibliothekssaal vorbereitet. Bild: Provinzialbibliothek Amberg, K. Hammer/exb
In der Provinzialbibliothek ist bereit alles für die Ausstellung „Japonia“ im barocken Bibliothekssaal vorbereitet.

Die Provinzialbibliothek Amberg zeigt vom 15. Mai bis 15. Juli in ihrem barocken Bibliothekssaal die Ausstellung „Japonia. Bilder von Japan in den Büchern der Provinzialbibliothek Amberg“. In einer Presse-Info dazu heißt es: "Sushi, Manga, Origami – unsere Vorstellungen von Japan waren und sind geprägt von Bildern, Moden und Stereotypen, die sich im Lauf der Zeit aber ändern. Immer ist unsere Sicht auf Japan medial geprägt und erfüllt jeweils bestimmte Bedürfnisse, die unsere eigene Kultur gerade hervorbringt. Auch vor Jahrhunderten war das schon so, wie der historische Buchbestand der Provinzialbibliothek Amberg mit einer überraschenden Fülle an Texten und Bildern aus dem 16. Und 18. Jahrhundert zeigt. Thematisiert werden die Missionserfolge des Jesuiten Franz Xaver und seiner Ordensbrüder, die zahlreichen Märtyrer, die während der anschließenden Christenverfolgung ihr Leben ließen. Beides, die jesuitische Erfolgsgeschichte wie der Opfermut der asiatischen Gläubigen, waren gerade in der Oberen Pfalz von Interesse, wo im Laufe des 17. Jahrhunderts der Konfessionswechsel erfolgte und die Gesellschaft Jesu bestrebt war, die Menschen wieder tief im katholischen Glauben zu verankern. Aufgegriffen wird zudem das japankundliche Sachwissen, das nach dem Landesabschluss ab dem 17. Jahrhundert noch in den Westen gelangte. Als 1853 ein amerikanisches Marinegeschwader die Öffnung Japans erzwang, waren die oberpfälzischen Klosterbibliotheken längst zur Provinzialbibliothek Amberg zusammengeführt worden. Was nun noch zu den Buchbeständen hinzukam, vermittelte grundlegend andere Eindrücke von Japan. Die Ausstellung „Japonia“ macht deutlich: Was man auf den alten Stichen und später auf den Fotografien sieht, sagt oft weniger über das Land aus, das sie zeigen sollen, als über diejenigen, die die Bilder produzierten oder nachfragten. Das dürfte heute nicht anders sein.

Dr. Georg Schrott kuratierte die Ausstellung überwiegend aus den historischen Beständen der Provinzialbibliothek Amberg. Sie gehört als regionale Staatliche Bibliothek zum wissenschaftlichen Bibliothekswesen in Bayern. Sie ist geistes- und kulturwissenschaftlich ausgerichtet und dient der Informations- und Literaturversorgung. Der Kern des Altbestandes stammt aus den aufgelösten Oberpfälzer Klosterbibliotheken und wird in der Provinzialbibliothek Amberg gesichert, erhalten und der Öffentlichkeit vermittelt.

Weitere Informationen unter: www.provinzialbibliothek-amberg.de. Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Donnerstag, 10 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr; Freitag 10 bis 13 Uhr. Geschlossen am 26. Mai (Himmelfahrt) und 16./17. Juni (Fronleichnam). Sonntagsöffnung am 15. Mai von 10 bis 16 Uhr. Führungen für Gruppen nach Vereinbarung, der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung gibt es einen Begleitvortrag am Donnerstag, 19. Mai, um 19.30 Uhr im Barocksaal von Dr. Andrea Hirner, Japanologin und Historikerin: "Japans christliches Jahrhundert 1549 bis 1640 und die erste Begegnung mit dem Westen".

 
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