28.06.2019 - 17:26 Uhr
AmbergOberpfalz

Neue Freiheit dazu nutzen, Welt positiv zu gestalten

Sie strahlten zufrieden: 54 Abiturientinnen des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums erhielten am Freitag ihre Abiturzeugnisse im Gerhardinger-Saal.

Diese DJDG-Schülerinnen haben sich ein "sehr gutes" Abiturzeugnis erarbeitet (zwischen 1,0 und 1,5): von links, vordere Reihe: Julia Dennerlein, Laura Polito, Sophie Jana, Anna Sauerbeck, Luisa Gietl, Eva Friedrich; hinten von links: Oberstufenkoordinatorin Daniela Pröls, Ständiger Stellvertreter des Schulleiters, Dr. Bernhard Oswald, Schulleiter Günter Jehl, Oberstufenkoordinator Robert Seitz.
von Autor RPEProfil

Besonders geehrt wurden die sechs Schülerinnen, denen es gelungen ist, einen Schnitt zwischen 1,0 und 1,5 zu erzielen: Luisa Gietl, Eva Friedrich, Julia Dennerlein, Laura Polito, Anna Sauerbeck und Sophie Jana. An zwei junge Frauen aus dieser Reihe wurde außerdem die Schulmedaille mit dem Leitspruch "Erkenntnis und Glaube" für besondere Verdienste um die Schulgemeinschaft verliehen - Eva Friedrich und Anna Sauerbeck.

Aus den Händen von Kathrin Morgenstern, Mitarbeiterin im Studien- und Career-Service der OTH, erhielt Luisa Gietl eine Auszeichnung der Ostbayerischen Technischen Hochschule für die beste Seminar-Arbeit mit einem naturwissenschaftlichen Thema als Inhalt.

In seiner Ansprache als Vertreter der Stadt schloss sich Kulturreferent Wolfgang Dersch dem Urteil der Hirnforschung an, indem er "Kunst, Sport, Musik und Theaterspielen" als "wichtigste Fächer" bezeichnete - jedenfalls, was die Persönlichkeitsentwicklung betreffe. Dersch bescheinigte den Decker-Schulen, dass sie gerade in diesen kreativen Bereichen besonders wertvolle Arbeit leisten. Für die Studien- und Berufswahl riet er den Absolventinnen: "Machen Sie das, worin Sie gut sind, und machen Sie das, woran Sie Spaß haben!" Absolventin Anna Sauerbeck analysierte im Namen des Abi-Jahrgangs gewandt den Werdegang ihrer Mitschülerinnen und betrachtete den Einfluss, den die Schule auf sie alle gehabt habe. Ein Zitat aus Goethes "Faust" mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Mädchen verknüpfend, sagte sie: "Wir wissen zwar vielleicht nicht, was die Welt im Innersten zusammenhält - aber wir wissen, was uns zusammenhält." Und sie stellte vor Publikum fest, dass sie und ihr ganzer Jahrgang optimistisch in die Zukunft blicken könnten, im Vertrauen auf die eigene Kraft und auf die Solidarität untereinander. Oberstudiendirektor Günter Jehl ging in seiner Rede vom Begriff der Freiheit aus - assoziativ von der Situation der Abiturientinnen, die nun eben frei von Stundenplänen und Lernzielkontrollen seien, gab aber zu bedenken: "Freiheit ist natürlich nicht nur Freiheit von etwas, sondern auch Freiheit zu etwas." So wünsche er den jungen Frauen, dass sie ihre Freiheit dazu nutzten, die Welt positiv zu gestalten - wie es auch in der Rede von Anna Sauerbeck anklang. Und im Zusammenhang damit zeige sich, dass Freiheit eng verknüpft sei mit Entscheidung und Verantwortung, nicht zuletzt auch Verantwortung vor Gott. Er hoffe, sagte der Schulleiter, die Schulzeit möge den Absolventinnen soviel Glaube und Vernunft, mitgegeben haben, dass sie "gut gerüstet für die kommenden Herausforderungen" sind.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Tanja Schleicher, deren Tochter ebenfalls unter den Abiturientinnen ist, scheidet somit nun aus diesem Amt aus. Sie sprach von der Sorge, die wohl alle Eltern empfänden, wenn die Kinder erwachsen werden und das Elternhaus verlassen, aber auch von der Zuversicht, dass die Töchter in ihrer Zeit am Decker-Gymnasium eine gute Basis für diese Zeit der Selbstständigkeit erhalten hätten, und dankte den Lehrkräften für ihren Einsatz.

Auch die Zusammenarbeit im Elternbeirat und mit der Schulleitung sei sehr harmonisch und konstruktiv gewesen. Als Schatzmeisterin des Fördervereins wird Schleicher nach wie vor in Kontakt mit der Schule bleiben.

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