Amberg
21.02.2024 - 16:54 Uhr

Neuer Tourismus-Rekord im Landkreis Amberg-Sulzbach: 331.650 Übernachtungen im vergangenen Jahr

Der Landkreis Amberg-Sulzbach verzeichnet einen neuen Tourismus-Rekord: 331.650 Übernachtungen im Jahr 2023. Abgesehen von den Übernachtungen hat sich auch sonst so einiges getan: die Kirwa zum Beispiel wurde zum immateriellen Kulturerbe.

Der Tourismus entwickelt sich immer mehr zum absoluten Aushängeschild des Landkreises Amberg-Sulzbach. Laut einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt haben laut Statistik 2023 die Übernachtungszahlen einen unglaublichen Sprung nach oben gemacht. Stolz vermelden Landrat Richard Reisinger und Tourismusreferent Hubert Zaremba einen neuen Rekord: 331.650 Übernachtungen im vergangenen Jahr. „Das sind fast 13 Prozent oder 37.000 mehr als im Jahr 2022 mit seinen 294.000 Übernachtungen“, freut sich Reisinger.

Zaremba fügt an, dass die tatsächlichen Zahlen "aber noch deutlich höher liegen". Denn in der Statistik tauchen seinen Angaben nur gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten sowie Campingplätze auf. Ferienwohnungen und kleinere Pensionen dagegen fehlten darin ganz. „Es sind nochmals deutlich mehr Übernachtungen geworden – und das sogar bei insgesamt etwas weniger Betten“, wird Zaremba in der Presseinformation zitiert. Weiter heißt es in der Mitteilung, dass die Bettenkapazität im Amberg-Sulzbacher Land wohl das Einzige sei, was die Euphorie des Tourismusreferenten etwas trübe. Er sieht noch viel mehr Potenzial für die Region und deshalb auch „mehr Bedarf an qualifizierten Betten“.

Kirwa als Immaterielles Kulturerbe

Dass 2023 ein Super-Tourismusjahr war, machen die Experten im Landratsamt aber nicht nur an den Übernachtungszahlen fest, sondern listen weitere Erfolgsfaktoren auf. Tourismusfachwirtin Regina Wolfohr erinnert an die Aufnahme der Kirwa im Amberg-Sulzbacher Land“ in die Landesliste des Immateriellen Kulturerbes und wertete dies als einen "großen Erfolg für die brauchtumsbewusste Region". Weiter verweist sie auf den „Tourismustag Bayerischer Jura“ in Kauerhof, "bei dem über Neuerungen in der Region informiert wurde, abgerundet durch verschiedene Fachvorträge".

Auch bei den Grundlagen habe sich viel getan: So wurden die Veranstaltungssäle im Kulturschloss Theuern fertiggestellt und mit dem ersten Kirwatanz-Marathon im November gleich standesgemäß eingeweiht. "Da durfte zum Abschluss auch die offizielle Feier des Kulturerbe-Titels nicht fehlen", heißt es dazu in der Pressemitteilung.

Wandern kommt weiter gut an

Begonnen habe zudem die Neukonzeption der Ausstellung „Glas & Porzellan“ im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern im Kulturschloss Theuern. Weiter werden in der Pressemitteilung die sehr erfolgreiche Einführung des Wanderwege-Leitsystems im Landkreis und viele gelungene Veranstaltungen wie etwa die Reihe „Wandern unter weiß-blauem Himmel“ im September/Oktober, die Einführung naturparkweiter Wildwochen im Hirschwald im Herbst und Winter und der Abschluss der einjährigen Ausbildung der Heimat- und Kulturführer erwähnt.

Die Landkreis-Touristiker freuen sich über einen kontinuierlichen Anstieg der Zugriffe in den sozialen Netzwerken Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube. Besonders die Wander-App „Komoot AS“ habe um ein Viertel zugelegt. Aber auch die guten alten Prospekte seien noch gefragt, zum Beispiel das neue Urlaubsmagazin für die Jahre 2024/25.

Hintergrund:

Tourismus-Highlights 2023

  • Übernachtungszahlen um 13 Prozent von 294.000 im Vorjahr auf 331.650 gestiegen (Plus von 37.000)
  • Kirwa in die Landesliste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen
  • Erster Kirwatanz-Marathon zur Einweihung der neu gestalteten Veranstaltungssäle im Kulturschloss Theuern
  • Neukonzeption der Ausstellung „Glas & Porzellan“ des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern im Kulturschloss Theuern
 
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