19.02.2021 - 15:35 Uhr
AmbergOberpfalz

Neun Patienten mit Virus-Mutation im Klinikum St. Marien Amberg

Im Klinikum St. Marien in Amberg werden die ersten Corona-Patienten mit Virus-Mutante behandelt. Die Rede ist von neun Fällen.

Am Klinikum St. Marien in Amberg steigt die Zahl der infizierten Patienten. Eine weitere Covid-Station muss eröffnet werden.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Die Corona-Lage hat sich wegen der Ausbreitung von Virus-Mutanten verschärft. Auch im Klinikum St. Marien Amberg steigen dadurch die Zahlen in der Versorgung von Covid-Patienten auf den Normalstationen und in der Intensivmedizin weiter an.

Im Klinikum werden laut Pressesprecherin Sandra Dietl derzeit 30 Patienten mit einer bestätigten Covid-Infektion behandelt, acht davon intensivmedizinisch. Bei neun Patienten sei eine Infektion mit einer Mutation des Coronavirus nachgewiesen, hieß es am Freitag. Bei weiteren Verdachtsfällen stünden die Ergebnisse noch aus. Das Klinikum St. Marien habe seit dieser Woche die Möglichkeit, eine Infektion mit einer Mutation des Virus intern feststellen zu können. Die genaue Typisierung der Varianten erfolge über ein externes Speziallabor. Klinikumsvorstand Manfred Wendl bewertet die Situation so: "Die Ergebnisse stehen noch aus, so dass wir noch nicht sagen können, um welche Varianten es sich handelt."

Wegen der Zunahme der Fallzahlen werde kurzfristig eine weitere Covid-Station eröffnet, "um die Infizierten wie bisher strikt getrennt von den anderen Patienten versorgen zu können", sagt Wendl und ergänzt: "Transparenz ist uns in dieser Zeit besonders wichtig. Die Situation ist sehr dynamisch und kann sich täglich ändern. Darüber wollen wir so gut es geht offen informieren." Die Entwicklung bei der Ausbreitung von Mutationen zeige, dass die bereits Anfang der Woche beschlossenen Beschränkungen des Betriebes, insbesondere die Reduzierung des OP-Programmes, notwendig seien. Wendl: "Bisher haben wir in unserem Klinikum nach wie vor nur eine geringe Zahl an infizierten Mitarbeitern. Nichtsdestotrotz zeigt uns die sich schnell verschärfende Lage, dass gerade die Mutationen gefährlich sind." Vor diesem Hintergrund gilt das Besuchsverbot weiter - mit den Ausnahmen für die Bereiche Entbindung, Kinderklinik, Palliativstation und Sterbebegleitung. Die Sonderregeln sind auch auf der Homepage www.klinikum-amberg.de zu lesen.

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