12.05.2022 - 11:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Neuwahlen und Ehrungen bei den Jägern der BJV-Kreisgruppe Amberg

Jagd ist nicht nur vorgeschriebenes Erlegen von Wild laut Abschussplan. Jäger zu sein bedeutet auch, sich im Tier- und Naturschutz einzubringen. Dies kam in der Jahresversammlung der BJV-Kreisgruppe zum Ausdruck. Auch Waffen waren Thema.

von uscProfil

In der Kreisgruppe Amberg des Bayerischen Jagdverbands (BJV) herrscht gutes Einvernehmen unter den 446 Mitgliedern. Dies zeigte sich auch bei den Neuwahlen, bei der alle Kandidaten einstimmiges Vertrauen erhielten. An der Spitze bleibt Ruppert Schmid. Nicht mehr im Vorstand ist Schatzmeister Eduard Hierl, der diesem 43 Jahre angehörte.

In seiner Rückschau auf zwei Jahre Leerlauf in Pandemiezeiten bedauerte Schmid, dass in der Satzungskommission des Landesverbands die Amberger Anregung auf Senkung des Beitrags für junge Jäger nicht durchging. Die Jägerschaft ist nach Worten Schmids bereit, den waidgerechten Waldumbau mitzutragen. Dank und Lob sprach Schmid der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt aus, die alle Rehwildabschlusspläne genehmigt habe. "Unsere Jäger sind im Amt durch Anton Graml sachkundig vertreten", unterstrich Schmid. Franz Mädler, weiterer stellvertretender Landrat, nahm diese Aussagen bei der Versammlung gerne zur Kenntnis.

Trotz Corona sei mit entsprechendem Hygienekonzept die Jungjägerausbildung möglich gewesen. Guten Anklang, so Schmid, fand das Ferienprogramm für Kinder. 50 Buben und Mädchen kamen dazu ins Jägerheim bei Atzlricht. Wieder verteilt habe man den Schulkalender des BJV.

Pflege von Weihern und Teichen

Schon eine Institution im Kreisverband war Eduard Hierl, der nach 43-jähriger Tätigkeit im Vorstand nun letztmals seinen Kassenbericht vorlegte. Schatzmeister war er seit 1986. Seine Verdienste um die Kreisgruppe werde noch gesondert gewürdigt, kündigte Schmid an. Nach 51 Jahren in der Bläsergruppe, davon 22 Jahren als Leiter, gab auch Johann Saller sein Amt auf. Die Gruppe umfasst derzeit 17 Aktive. Dringend werde aber Nachwuchs gesucht, so Saller am Ende seines Berichts.

Laut Peter Fröhlich, im Kreisvorstand als Naturschutzbeauftragter engagiert, ist die Betreuung der Flächen der Wildlandstiftung durch die Kreisgruppe eine der Kernaufgaben. Insgesamt hat der Kreisverband sechs Weiher und einen Abschnitt des Hennenbachs unter seine Fittiche genommen. Die Teiche bei Freudenberg wurden nach dem Unterhaltskonzept extensiv gepflegt; auch ein neuer Pachtvertrag für eine Wiesenfläche konnte der BJV abschließen. Die Sicherstellung der Wasserversorgung, Mäharbeiten oder Gehölzpflege sorgten für eine zunächst sehr gute Entwicklung. "Leider erschwerten die beiden trockenen Sommer die Verhältnisse. Vermutlich war das auch der Grund, warum uns aus einem Weiher das Wasser geklaut wurde", berichtete Fröhlich.

Vergangenes Jahr hinterließ auch ein Biber seine Spuren am Weiher und an der Vegetation. Dennoch, so Fröhlich, stellte der LPV bei einer Libellenkartierung immerhin zwölf Arten fest. Zusammen mit dem Verband machten die Jäger auch eine Nistkastenaktion. Sie werden von den Vögeln sehr gut angenommen, wie eine Begehung Anfang April zeigte. Zu ihrer großen Freude entdeckten die Naturschützer auch streng geschützte Feuersalamander ganz nahe bei den Anlagen.

Hundeprüfung mit guten Ergebnissen

Fröhlich ging abschließend noch auf eine für 2022 geplante Umbaumaßnahme an einem Weiher am Krumbach bei Immenstetten ein. Die wasserrechtliche Genehmigung liegt hier seit Anfang des Jahres vor. Danach hat die Kreisgruppe wieder "freie Arbeitskapazitäten" für die nächste Umgestaltung. Über teils überdurchschnittlich gute Ergebnisse bei den Hundeprüfungen berichtete Obfrau Ute Ehebauer. An der Jagdhundeausbildung nehmen laut Ehebauer auch Hundeführer aus den angrenzenden Landkreisen teil. Dies wertete sie als Indiz für die gute in Wolfsbach geleistete Ausbildung.

Schießobmann Karl-Heinz Beck appellierte an die Waidkameraden, seine Angebote zur Verbesserung des Waffenhandlings zu nutzen, das heißt die Zielgenauigkeit ihrer Jagdwaffen regelmäßig überprüfen zu lassen. Günter Baumer berichtete über zwei Kurse der Jungjägerausbildung, Jungjägerbeauftragter Andreas Geilersdörfer über eine Aktion für Kinder und deren Eltern sowie einen Wildbretkurs.

Einstimmig waren die Ergebnisse bei den Vorstandswahlen: Vorsitzender Ruppert Schmid, 2. Vorsitzender Wolfram Seebauer, 3. Vorsitzender Andreas Geilersdörfer, Kassier Thomas Spieß, Vertreterin Manuela Weiß, Schriftführer Matthias Neugebauer, Vertreter Peter Fröhlich.

Abschließend ehrte der Kreisvorsitzende langjährige und verdiente Mitglieder. Karl Fochtner, bisher langjähriger Revisor, erhielt die Treuenadel für 40-jährige, Johann Saller für 60-jährige und Manfred Witt für 65-jährige Mitgliedschaft, Joseph Müller das BJV-Ehrenzeichen in Bronze für besondere Verdienste als Hegeringleiter.

 
 

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