27.02.2019 - 10:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Oberpfälzer Baumesse jetzt auch mit Job-Angeboten

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat einen Vorschlag: Wer den Makler bestellt, soll ihn auch bezahlen. Der Kauf von Immobilien könnte dadurch bald günstiger werden. Doch wäre das wirklich der Fall? Thomas Resch hat Zweifel.

Petra Strobl (Zweite von rechts), die Chefin der Amberger Congress Marketing ist sich sicher: „Für alle, die kaufen, bauen oder sanieren möchten, ist die Messe ein Muss.“ Oberbürgermeister Michael Cerny (links), Veranstalter Thomas Resch (rechts) und Harald Graf von der Amberger Werbeagentur hp teilen diese Auffassung.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Der Unternehmer aus der Nähe von Hauzenberg (Kreis Passau) ist ein Kenner der Branche. Zum 24. Mal veranstaltet er am Wochenende 9. und 10. März im Kongresszentrum die Oberpfälzer Baumesse. War es in den Anfangsjahren die Nachfrage nach Holzhäusern und später die nach Solar- und Photovoltaikanlagen, so geht es mittlerweile neben dem Haus der Zukunft, dem Smart Home mit per Handy verstellbaren Heizsystemen, mehr denn je um Kosten. Quadratmeterpreise von 4000 Euro bei Neubauten sind im Amberger Stadtgebiet längst an der Tagesordnung. Zum Vergleich: Noch vor wenigen Jahren waren es auch in guten Lagen unter 3000 Euro.

"Bauen wird immer teurer", sagte Resch, als er im ACC die Oberpfälzer Baumesse präsentierte und im gleichen Atemzug hinzufügte: "Gefühlt ist das Bauen so teuer wie noch nie. Dafür gibt es aber so viel Technik und Wohnqualität wie noch nie. Das hat natürlich alles seinen Preis." Ob der Vorstoß der Justizministerin das Bauen günstiger machen würde, vermag Resch nicht einzuschätzen: "Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Das kann ich wirklich nicht sagen."

Bei der Präsentation hielt sich der Niederbayer lieber an die Fakten. Der Boom sei ungebrochen. Auch die Messe, bei der es sich laut Petra Strobl von der Amberger Congress Marketing um die Leitmesse der Oberpfälzer Baubranche handelt, habe nichts an Attraktivität verloren. Beweis: Sie war im Handumdrehen ausgebucht. 100 Aussteller präsentieren sich. Neben den üblichen Angeboten, zu denen auch 26 Vorträge gehören, gibt es laut Resch zwei Neuerungen - das "Check your Job"-Forum und die digitale Gastkarte.

Bei "Check your Job" können sich Arbeitssuchende im Internet unter messe-amberg.de/infos-besucher schlau machen, welche freien Arbeitsplätze die teilnehmenden Firmen gerade im Angebot haben. Auf Wunsch ist das auch anonym möglich. Wer möchte, kann sich bei der Messe am Stand des betreffenden Unternehmens aber auch vorstellen und erste Kontakte knüpfen.

Von einer Jobbörse möchte Thomas Resch aber nicht sprechen: "Das wäre etwas zu groß. Wir machen das jetzt mal. In zwei Wochen wissen wir mehr, wenn wir die Rückmeldungen der Aussteller haben."

Neu ist auch die digitale Gastkarte. Unternehmen können Kunden, die sich dann den Eintritt von vier Euro sparen, zur Messe einladen, ohne eine Karte oder einen Brief verschicken zu müssen. "Wir wollen weg vom Papier", sagte der Veranstalter und erklärte das Prozedere: Firmen schicken ausfüllbare PDF-Dateien zu ihren Kunden, die diese am Smartphone oder Tablet am Eingang vorzeigen.

24. Oberpfälzer Baumesse:

Alle Vorträge im Überblick

Samstag, 9. März

10.45 bis 11.25 Uhr: Mehr Platz und Behaglichkeit im Bestand. Dachausbau, Dachdämmung und Fassade.

11.10 bis 11.50 Uhr: Neubau: Was ist Gesetz und was Verordnung? Was ergibt Sinn, was ist Unsinn?

11.35 bis 12.15 Uhr: Fassadensanierung bei Bestandsgebäuden.

12 bis 12.40 Uhr: Energie erzeugen und clever heizen.

12.25 bis 13.05 Uhr: Wohngesunde Ziegelbauweise.

12.50 bis 13.30 Uhr: Energieüberschuss-Häuser.

13.15 bis 13.55 Uhr: Gut gelüftet vom Keller bis zum Dach. Feuchtigkeit vorbeugen mit Solarluft.

13.40 bis 14.20 Uhr: Alternative Energiekonzepte mit Wärmepumpe ohne Heizstab, Eigenstromnutzung.

14.05 bis 14.45 Uhr: Energiekonzepte und Fördermöglichkeiten.

14.30 bis 15.10 Uhr: Haus- und Wohnungseinbruch. Tricks der Ganoven, Tipps von der Kriminalpolizei.

14.55 bis 15.35 Uhr: Energie-Checks der Verbraucherzentrale.

15.20 bis 16.20 Uhr: Einbruchschutz mit live Einbruchversuch.

15.45 bis 16.25 Uhr: Energieautarkes Haus – keine Rechnung mehr.

Sonntag, 10. März

10.45 bis 11.25 Uhr: Schimmelschutz in Bestandsgebäuden.

11.10 bis 11.50 Uhr: Sonnige Aussichten – Solarstrom rechnet sich.

11.35 bis 12.15 Uhr: Wirtschaftliche Null-Energie-Bauweise.

12 bis 12.40 Uhr: Mit Photovoltaik 20 Jahre keine Stromkosten.

12.25 bis 13.05 Uhr: Wohngesunde Ziegelbauweise.

12.50 bis 13.30 Uhr: Immobilien sanieren, erhalten und gestalten.

13.15 bis 13.55 Uhr: Lüften, Heizen und Kühlen.

13.40 bis 14.20 Uhr: Haus- und Wohnungseinbruch (wie am Samstag).

14.05 bis 14.45 Uhr: Ökologisches Holzhaus, Schritt in die Zukunft.

14.30 bis 15.10 Uhr: Einbruchschutz mit live Einbruchsversuch.

14.55 bis 15.35 Uhr: Energie erzeugen und clever heizen.

15.20 bis 16 Uhr: Smart Home – intelligente Haussteuerungen.

15.45 bis 16.25 Uhr: Kalkschutz ohne Chemie und bestes Trinkwasser.

Die Vorträge selbst sind gratis und während der Öffnungszeiten (Samstag, 9. und Sonntag, 10. März, jeweils 10 bis 18 Uhr) im 1. Stock des ACC. Der Eintritt kostet pro Tag vier Euro.

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