22.08.2019 - 10:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Oberpfalz-Medien macht den Test: Braucht Amberg mehr Parkplätze?

Zu viele, zu wenig, zentral genug? Die Parkplatzsituation in Amberg wird immer wieder heiß diskutiert. Oberpfalz-Medien/Amberger Zeitung ist der Diskussion Meter für Meter nachgegangen. Passanten sehen den Konflikt ganz unterschiedlich.

Wie umkämpft sind die Parkplätze in Ambergs Innenstadt wirklich? Die Amberger Zeitung/Oberpfalz-Medien hat den Test gemacht.
von Caroline KellerProfil

Ausgangspunkt unserer Tour ist immer einer der 14 Parkplätze und der sieben Parkhäuser im Amberger Ei. Ziel ist der Marktplatz. Die Ergebnisse haben wir in einer Karte zusammengetragen, die die verschiedenen Parkmöglichkeiten für Autos und Fahrräder sowie Gehwege zeigt. Für die blauen Routen brauchte es fünf Gehminuten, für die grünen sieben, für die gelben zehn und für die roten etwa 15 Gehminuten.

Unser Test ergab: In sieben Minuten lässt es sich bequem von der Kräuterwiese zum Marktplatz laufen. Am Schanzl parken Besucher kostenlos – in 15 Minuten erreicht man hier ebenfalls das Zentrum. Ebenso kostet der Parkplatz an der Hockermühlstraße nichts. In ebenfalls einer Viertelstunde erreichen Fußgänger hier den Marktplatz. Der dritte kostenfreie Parkplatz befindet sich in der Schlachthausstraße – wer hier bequem losläuft, ist in sieben Minuten am Ziel. Wem das immer noch nicht nah genug an den Geschäften ist, der kann auf das Fahrrad umsteigen. Denn Parkplätze dieser Art gibt es mittlerweile 13 Stück - sogar in direkter Nähe zum Marktplatz.

Nähe zum Marktplatz, aber oft sind die Parkplätze zu eng

Wie nehmen die Passanten in der Fußgängerzone die Lage wahr? Julia Baumer aus Schmidmühlen, die mit einer Freundin in der Innenstadt verabredet ist, erzählt, dass sie einen Stellplatz in der Parkhotelgarage am Ziegeltor gefunden hat. "Zum einen ist mir wichtig, dass der Parkplatz in der Nähe der Fußgängerzone liegt", erklärt die 28-jährige Lehrerin. "Andererseits komme ich auch gerade aus der Richtung. Da hat sich das mit dem Parken so ergeben." Zu meckern habe sie nichts über die Parksituation in Amberg. Ganz im Gegenteil: „Das ist ganz gut gelöst worden.“

Leonie Wilhelm, 18, aus Amberg wünscht sich, dass die Höchstparkdauer von zwei Stunden erhöht wird.

Das junge Paar Joshua (28) und Laura Watkins (26) sieht das völlig anders: Es wohnt in der Innenstadt und nutzt den eigenen Parkplatz. „Es ist immer alles zugeparkt. Daher braucht es mehr Parkmöglichkeiten in Amberg." Auch wenn das neue Parkhaus in der Marienstraße erst gebaut wurde: Einen Unterschied erkennt das Paar in der Parksituation nicht.

Angela Pröls aus Amberg favorisiert den Parkplatz an der Kräuterwiese. Den hat sie auch immer angefahren, bevor sie in die Innenstadt gezogen ist. "Da war immer etwas frei", erzählt die 72-Jährige. "Hier in der Innenstadt sind die Parkplätze doch viel zu eng. Hier einen Parkplatz zu finden kostet Zeit und Sprit. Da gehe ich doch lieber die paar Minuten zu Fuß." Direkt vor der Tür zu parken, kommt für sie nicht in Frage.

Daniel Götz, 31, aus Ammerthal parkt am Malteserplatz. "Wenn etwas frei ist."

So sieht das auch die 18-jährige Ambergerin Leonie Wilhelm, die für einen Behördengang in die Innenstadt musste. Auf die Frage, was man denn konkret verbessern könnte, antwortete sie, dass man die Höchstparkdauer in der Altstadt auf mehr als zwei Stunden erhöhen solle. Eines ist allen Passanten wichtig: die Nähe zur Innenstadt. Das sagt auch Daniel Götz (31) aus Ammerthal. „Wenn zufällig ein Parkplatz frei ist, dann parke ich am Malteserplatz.“ Da sei zwar leider oft wenig Platz, dafür ist sei preislich ganz ok".

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