21.02.2020 - 16:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Ökobetriebe auf der Biofach in Nürnberg

"Zero Waste" und das Erfolgsmodell der solidarischen Landwirtschaft: Auch das waren Themen auf der Biofach in Nürnberg, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. Auch die Region Amberg-Sulzbach war dort vertreten.

Magdalena Wohlfahrt und ihr Mann Lavdim Mani stellten auf der Biofach 2020 das Trendthema "Zero Waste" in den Mittelpunkt und räumten mit den Verpackungen auf.
von Redaktion ONETZProfil

Einmal im Jahr trifft sich die Ökobranche in Nürnberg auf der Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. Auch 2020 wurden Rekorde aufgestellt: 3792 Aussteller aus 110 Ländern präsentierten sich über 47 000 Fachbesuchern. Diese Zahlen belegen, dass die Biobranche ein Wachstumsmarkt ist. Auf der Biofach, die unter dem Motto "Bio bringt's" stand, waren die Käserei Wohlfahrt aus Weißenberg (Edelsfeld) und der Biohof Walz (Demeter) aus Schäflohe (Amberg) mit dem Erfolgsmodell SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft).

Die Käserei Wohlfahrt baut gerade eine neue Käserei und setzt dabei auf Regionalität: Käseliebhaber und alle, die den ökologischen Landbau in Amberg-Sulzbach nachhaltig fördern wollen, können Genussrechte zeichnen. Diese laufen zehn Jahre und werden mit 4,8 Prozent in Naturalien oder 2,4 Prozent in bar verzinst. Juniorchefin Magdalena Wohlfahrt und ihr Mann Lavdim Mani stellten auf der Biofach das Trendthema "Zero Waste" (Kein Müll) in den Mittelpunkt. "Für unsere Frischkäse haben wir ein System schöner Thekengläser für den Handel entwickelt. Immer mehr Kunden bringen eigene Transportgefäße mit", erklärt Wohlfahrt und bilanziert: "Das läuft gut." Und Schnittkäse könne man jetzt in Papier verpacken.

Der Biohof Walz hat sein SoLaWi-Projekt vor fünf Jahren als Experiment mit einer neuen Form des Direktvertriebs begonnen. Bioprodukte werden nicht isoliert verkauft, sondern sind Teil des Ganzen: Landschaftspflege, Tierwohl, samenfeste alte Getreidesorten. Landwirt und Verbraucher bilden eine Solidar-Gemeinschaft, die meisten Mitglieder kommen aus der Metropolregion Nürnberg. "Das Bewusstsein für eine andere Art der Landwirtschaft, die es im Handel so nicht gibt - und dass man das als Gemeinschaft ändern kann", sei der entscheidende Impuls, sich einer SoLaWi anzuschließen, erklärt Andreas Walz. Gemeinsam habe man auf dem Hof ganz neue Projekte entwickelt, wie das "more...Huhn".

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