Dirk Heidickes Stück "Der Operettenkönig von Berlin" erinnert an einen großartigen Star der Operettenwelt, der von den Nazis verjagt und ins Vergessen gedrängt wurde. Mit einem hinreißenden Spiel, untermalt von vielen Melodien des Komponisten, lässt Jörg Schüttauf Paul Abraham wieder aufleben.
Anfang der 1930er-Jahre hatte der Tonsetzer mit seinen Erfolgs-Operetten für Furore gesorgt, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 aber verwandelte sich sein Leben in eine Tragödie. Er durfte sein Theater nicht mehr betreten, musste das Land verlassen und flüchtete in die USA. Eben noch bejubelt, verließ ihn im Exil der Verstand, und er lebte in psychiatrischer Obhut. Seine zahlreichen unveröffentlichten Werke, die er daheim seinem Freund Josef anvertraut hatte, verscherbelte dieser an reiche Deutsche, die sich ihren Namen über den Kompositionen erkauften. Abraham starb in Armut.
Diese bewegte Lebensgeschichte wird am Sonntag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Amberger Stadttheater gezeigt. Tickets für diesen tragikömischen Theaterabend mit Musik gibt es in der Tourist-Information Amberg. Für den Besuch der Aufführung gelten die tagesaktuellen Hygienebestimmungen, über die das Stadttheater auf der Internetseite und den Social-Media-Kanälen informiert.













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