14.10.2020 - 16:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Ordnungsdienst lernt Leben retten

Als Ersthelfer Leben retten: Die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdiensts des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS Oberpfalz) mit Sitz in Amberg haben das bei einem Notfalltraining gelernt.

Teilnehmer des Kurses bei ihrer größten Herausforderung: Die Notversorgung eines schwer verletzten Motorradfahrers.
von Externer BeitragProfil

Unter Leitung von Sebastian Metzner (Taktische Einsatzmedizin Metzner/Regensburg) absolvierten Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdiensts des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS Oberpfalz) mit Sitz in Amberg ein Notfalltraining mit simulierten Unfallsituationen. Zum Beipsiel diese: Ein bewusstloser Mann mit Motorradhelm liegt auf dem Boden. Unter ihm eine große Blutlache. Anhand solcher Szenarien trainierte der Kommunale Ordnungsdienst den Ernstfall.

„Schwer verletzte Personen, Schnittwunden oder allergische Reaktionen – keine wünschenswerten Situationen aber denkbar für den täglichen Dienst unserer Mitarbeiter. Deshalb ist es wichtig, im Notfall schnell, kompetent und handlungssicher reagieren zu können, um weiteren Schaden abzuwehren oder unter Umständen sogar ein Menschenleben zu retten“, sagt Sandra Schmidt, Geschäftsführerin des ZV KVS Oberpfalz. Den von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zertifizierten 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs mit Notfalltraining leiteten langjährige Notfall-Profis aus Regensburg. Die Inhalte wurden dabei speziell an die Bedürfnisse des Kommunalen Ordnungsdiensts angepasst. Unter Leitung von Geschäftsführer Sebastian Metzner und Ausbilder Thomas Ried wurden verschiedene Notfallsituationen mit Silikonwunden und Kunstblut nachgestellt.

„Manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod. Gerade deswegen ist es wichtig, das Verhalten in möglichst realitätsgetreuen Not- und Unfallsituationen unter physischer und psychischer Belastung zu üben“, sagt Metzner. So mussten die Teilnehmer eine 75 Kilogramm schwere Puppe aus dem zweiten Stock ins Freie tragen, stark blutende Wunden verbinden und einen Defibrillator richtig einsetzen. Zudem schulten Sebastian Metzner und seine Kollegen das bei Profis etablierte Arbeitsschema. Damit ist es möglich, jede Notsituation abzuarbeiten und dem Rettungsdienst eine strukturierte Übergabe zu leisten.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.