25.02.2019 - 16:45 Uhr
AmbergOberpfalz

Dieser Ostbayerische Faschingszug hat "Maßstäbe gesetzt"

Die Begeisterung für den Ostbayerischen Faschingszug ist Ambergs Narrhalla-Präsident Jürgen Mühl am Tag darauf immer noch deutlich anzuhören: "Es war unglaublich". Ein Kompliment kam sogar aus Köln.

"Amberg, oho": Narrhalla-Präsident Jürgen Mühl freut sich, dass der Ostbayerische Faschingszug durch Amberg so gut vom Publikum angenommen wurde.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Genaue Besucherzahlen kennt Mühl nicht, aber "ich rechne damit, dass um die 30.000 Menschen am Sonntag beim Ostbayerischen Faschingszug auf den Beinen waren". Das sei extrem, unglaublich gewesen. Mühl lässt kaum einen Superlativ aus, um die gelungene Veranstaltung im Nachgang zu beschreiben. "Das Wichtigste ist aber, dass die Polizei gemeldet hat: Es gab keine Vorfälle und niemand hat sich verletzt". Auch die Organisation beziehungsweise die Umsetzung von Polizei, THW, BRK, Feuerwehr und Stadtverwaltung habe zu einer tollen Veranstaltung beigetragen. "Bei ihnen möchte ich mich unbedingt bedanken."

Bilder vom Ostbayerischen Faschingszug

Amberg

Gefreut hat sich Mühl auch darüber, dass das Amberger Publikum viel mitgegangen ist. Dieser Faschingszug, wofür sich die Narrhalla Rot-Gelb vor rund zwei Jahren beim Landesverband Ostbayern beworben hatte, habe Maßstäbe für künftige Bewerbungen gesetzt, sagt Mühl. "Amberg hat sich als sehr guter Gastgeber gezeigt." Das hätten ihm auch viele Präsidenten auswärtiger Faschingsvereine bestätigt.

Im Netz wunderte man sich im Übrigen, warum vergleichsweise wenig Musikkapellen unter den 64 teilnehmenden Gruppen waren."Zum einen hatten viele Vereine sehr laute Anlagen auf dem Wagen, zum anderen darf man nicht vergessen, dass jede Blaskapelle und jeder Spielmannszug bezahlt werden muss."

Verspätung wegen Falschparker

Amberg

Das größte Lob für Mühl gab es, nachdem um kurz nach 19 Uhr die Musik am Marktplatz verklungen war. Bei einem Abschlusseidl traf Mühl auf zwei Karnevalisten aus Köln. "Sie haben gesagt, dass während des Faschingszugs kein Unterschied zu einem Zug in Köln zu sehen war." Man habe nicht anders gefeiert als im weltbekannten Rheinland. "Mehr Kompliment geht nicht", sagt er mit einem Schmunzeln.

Info:

Die Polizeiinspektion Amberg zog am Montag in ihrem Pressebericht zum Ostbayerischen Faschingszug eine „so positive Bilanz, wie sie in Anbetracht der Besucheranzahl besser nicht sein kann“. Polizeisprecher Achim Kuchenbecker schätzte die Zahl der Narren und Zuschauer, die am Sonntag wegen des Zuges in die Amberger Innenstadt gekommen waren, auf rund 25 000. Von dieser Größenordnung sei man in den Planungen auch ausgegangen.

Nur der Falschparker

„Bis auf ein falsch geparktes Fahrzeug, das den Start des Faschingszuges um circa 15 Minuten verzögerte, gab es bis zur Beendigung der Faschingsparty auf dem Marktplatz gegen 19 Uhr und auch darüber hinaus keinen polizeilichen Einsatz mit einem Bezug zur Veranstaltung“, bilanzierte Kuchenbecker.

Zur gut sichtbaren Polizeipräsenz in der Innenstadt während des Zuges erläuterte der Pressesprecher, bei der Planung des Einsatzes habe man sich an Erfahrungswerten orientieren können. Es sei ein „mittlerer Kräfteansatz im zweistelligen Bereich“ gewesen. Dabei habe die Polizeiinspektion Unterstützung vom Amberger Einsatzzug erhalten. Der Ablauf des Zuges entsprach laut Kuchenbecker den Erwartungen.

Hexennacht andere Nummer

Der Hauptkommissar blickte auch bereits auf die Hexennacht am Unsinnigen Donnerstag (28. Februar) voraus: „Der Einsatzverlauf und die freundliche Stimmung machen Hoffnung auf kommenden Donnerstag, wenn wieder Tausende Hexen die Altstadt stürmen.“ Da sich diese Veranstaltung zum großen Teil in der Nacht abspielt, gilt dafür bei der Polizei eine andere Gefahrenprognose als beim nachmittäglichen Faschingszug.

Bewährtes Konzept von 2018

Laut Kuchenbecker plant man bei der Hexennacht deshalb mit einem „etwas erhöhten Personalaufkommen, aber das ist auch noch im Rahmen“. Das Sicherheitskonzept für diese Veranstaltung habe sich im vergangenen Jahr bewährt. Kuchenbecker: „Wir sind da gut aufgestellt.“ (ll)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.