11.02.2019 - 14:43 Uhr
AmbergOberpfalz

OTH Amberg-Weiden feiert ihren 25. Geburtstag

Im Mai feiert die OTH Amberg-Weiden ihren 25. Geburtstag. Präsidentin Andrea Klug freut sich über eine "tolle Entwicklung, welche die Hochschule seither genommen hat". Im Jubiläumsjahr sind daher einige Veranstaltungen geplant.

6500 Studenten haben bislang die Ostbayerische Technische Hochschule seit ihrer Gründung im Jahr 1994 mit einem Abschluss verlassen.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Im Jahr 1991 beschloss das Kabinett, einige neue Standorte für Fachhochschulen in Bayern einzurichten - darunter auch in der nördlichen Oberpfalz mit Amberg und Weiden. Am 1. Mai 1994 gründete sich schließlich die Fachhochschule Amberg-Weiden. 127 Studenten waren es damals, die sich in den zwei Studiengängen Betriebswirtschaft und Elektrotechnik in der Region auf das Berufsleben vorbereiten wollten.

25 Jahre später haben 6500 junge Menschen die Hochschule mit einem Abschluss verlassen. Die heutige Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule, Professor Andrea Klug, ist begeistert über die Entwicklung, welche ihre Hochschule in dem Vierteljahrhundert genommen hat. "Es ist auch ein Versprechen an die Region, das wir eingelöst haben", resümiert sie. "Denn 80 Prozent der bisherigen Absolventen sind hier geblieben und stehen als Fachkräfte zur Verfügung." Sie hätten mit ihren Familien eine Heimat in der nördlichen Oberpfalz gefunden. "Bis dahin hatten junge Leute entweder kein Studium aufgenommen oder sie sind in die Metropolen fürs Studium gezogen und dort geblieben." Der Trend, Fachkräfte zu verlieren, sei nun gestoppt. "Vielmehr haben wir die Entwicklung ins Positive gedreht."

Die OTH-Präsidentin Professor Andrea Klug freut sich, dass ihre Hochschule in den vergangenen 25 Jahren eine "so positive Entwicklung" genommen hat.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

Nicht zu vergessen sei in diesem Zusammenhang, dass die Absolventen der OTH einen wertvollen Wirtschaftsfaktor für die Region darstellten, erklärt Klug. "Sie investieren in die Gegend." Unter den Studenten seien aber nicht nur jene zu finden, die aus der Region stammten und wohnortnah ein Studium aufnehmen. "Einige Studiengänge wie Geo-Informatik und Patentingenieurwesen sind einmalig in Bayern, weshalb auch junge Menschen aus den Metropolen hierher kommen. Gerade auch die Spezialisierungen in erneuerbaren Energien treffen den Nerv und Puls der Zeit", ist sie überzeugt. Für Amberg und Weiden spreche auch, dass die Lebenshaltungskosten und Mieten meist viel günstiger seien als anderswo.

Wichtig ist der Präsidentin, dass ihre Technische Hochschule in den 25 Jahren zahlreiche Kooperationen und Partnerschaften mit weltweit agierenden, aber auch mittelständischen Firmen eingegangen ist. "Das ist ein Baustein der positiven Entwicklung." Schließlich sei bei der Gründung genau diese Maßgabe vor allem auch die regionale Wirtschaft mitzunehmen, vorgegeben worden. "Kontinuierlich haben wir die Zusammenarbeit mit Behörden und Unternehmen ausgebaut." Nur so sei auch eine praxisorientierte Lehre für die Studenten auch möglich.

Leben, lernen und forschen

Was wünscht sich die Präsidentin für das kommende Vierteljahrhundert? "Mir ist es wichtig, dass sich die Technische Hochschule auch in den kommenden 25 Jahren so positiv weiterentwickelt. Im Kern sehe ich die Fortschritte in der Digitalisierung. Die Hochschule soll ein digitaler Campus sein, an dem sich leben, lernen und forschen lässt."

Die Hochschule solle die Zukunft der Region mitbestimmen, sagt Klug. "Wir leben von der gegenseitigen Befruchtung zwischen den Partnern und der Hochschule." Das Mitgestalten bedeute aber auch, dass sich ihre Hochschule an den Bedarf der Unternehmen und Partner in der Region immer wieder anpasse.

Veranstaltungen:

- Die Auftaktveranstaltung zum 25. Geburtstag der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden findet im Mai statt. Dabei soll statt eines Maibaums ein Wissenschaftsbaum auf dem Campus in Amberg aufgestellt werden. Präsidentin Andrea Klug verspricht, dass es zu diesem Anlass ein Jubiläumsbier geben wird. Die Abschlussveranstaltung des Jubiläumsjahrs findet im November in Weiden statt.

- OTH in der Region: An 25 verschiedenen Orten sind 25 Vorträge zu hören. Unter anderem beim Amt für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth. "An außergewöhnlichen Orten zeigt sich die OTH für die Allgemeinheit", verspricht Klug.

- Der nächste Wissenschaftstag der Metropolregion Nürnberg trifft sich heuer am Freitag, 19. Juli, in Weiden.

- Die OTH geht im Jubiläumsjahr eine Partnerschaft mit dem Nofilauf ein, der heuer ebenfalls Geburtstag feiert - seinen zehnten.

- Offene Hochschule: In den Abendstunden eines Oktobertages öffnen die beiden Standorte in Amberg und Weiden ihre Labore für eine Nacht der Wissenschaft. Interessierte sehen dabei unter anderem Experimente und können Vorträge hören. Ein Shuttlebus pendelt für die Besucher zwischen den Städten.

- Netzwerke und Partner: Beim sogenannten Partner-Circle, einer Gruppe Unternehmen und Behörden, die eng mit der OTH kooperieren, trifft sich im November. Die Fakultät der Betriebswirtschaftslehre (BWL) nimmt dabei traditionell ein Thema in den Fokus.

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