Amberg. (ads) Ein festlicher Gottesdienst mit fesselnder Predigt, der obendrein durch die musikalische Gestaltung zum Hörgenuss avancierte, und das anschließende Beisammensein im Pfarrgarten bei herrlichem Wetter sowie kulinarische Gaumenfreuden machten die Feier aus. Kein Wunder, dass die gute Beteiligung vieler Gemeindemitglieder allen Alters beim kirchlichen und weltlichen Teil das Sahnehäubchen war.
Gut besetzt waren die Bänke schon, als die Geistlichkeit, Ministranten und Fahnenabordnungen der Pfarrei unter erhebenden Orgel- und Oboenklängen sowie dem stimmgewaltigen Gesang der Chöre ins Gotteshaus einzogen. Der Kirchenchor von Dreifaltigkeit, der Cantemus-Chor Paulsdorf, Wolfgang Augsberger an Röhrenglockenspiel und Pei-Shan-Ruf-Oboe sowie Bastian Wagner und Christian Farnbauer an der Orgel machten die Patroziniumsmesse mit der Interpretation der Missa brevis in B von Christopher Tambling zum Hörerlebnis.
Stadtpfarrer Ludwig Gradl freute sich bei seiner Begrüßung, dass er den ehemaligen Kaplan der Pfarrei und jetzigen Direktor der Berufungspastoral am Ordinariat in Regensburg als Zelebrant und Prediger gewinnen konnte. Gerhard Pöpperl wirkte von 2009 bis 2012 in der Gemeinde und ging bei seinem Dienst als Seelsorger des Öfteren eigene neue Wege, die die Gläubigen überzeugt mit beschritten. "Vor sechs Jahren wurde ich hier in Dreifaltigkeit verabschiedet und ich vermisse die Pfarrei und ihre Mitglieder noch immer", sagte Pöpperl.
Auf den Weihetag eingehend, erläuterte er, dass nicht nur die Kirche, sondern das ganze gleichnamige Viertel den Namenstag der heiligen Dreifaltigkeit feiern, die damit verbunden seinen. Auf die Frage, was das Prägende dieser Gottesdarstellung ist, antwortete Pöpperl mit einem Vers aus dem Römerbrief: "Der Heilige Geist verändert uns von Sklaven zu Kindern Gottes und als solche sind wir Erben des Vaters." Der Geist gebe den Menschen Mut, Freiheit und Liebe, "was ich in meiner Zeit als Kaplan hier selbst erfahren habe", blendete Pöpperl auf persönliche Erlebnisse zurück. Durch diese himmlische Veränderung für alle Christen werde ein Bezug zu Jesus als Sohn Gottes hergestellt. "Er hat uns gezeigt, wie Sohnsein aussieht", so der Direktor der Berufungspastoral. "Als Christen sind wir gerufen, nach dem Vorbild Jesu zu leben, wodurch wir mit ihm Erben Gottes werden." Pöpperl konkreter: "Wir erben vom Vater Vergebung, geliebt zu werden und das Leben."
Nach der Festmesse nutzte der ehemalige Kaplan die Gelegenheit, sich unter seine einstige Gemeinde zu mischen und in Gesprächen im Pfarrgarten alte Erinnerungen aufzufrischen. Natürlich interessierte viele auch seine jetzige Tätigkeit am Ordinariat in Regensburg.
Amberg
03.06.2018 - 14:28 Uhr
Patrozinium mit Déjà-vu
von Adele Schütz
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