(hwo) Kann es wirklich noch dümmer laufen? Der Mann kam auf einem Mofa des Weges, das ziemlich laut war und es, wie man später registrierte, bis zu 70 Kilometer pro Stunde auf dem Asphalt hätte bringen können. Pech für den Fahrer: Er war erst wenige Augenblicke zuvor mit dem Gefährt eines Freundes von dessen Wohnung aus aufgebrochen.
Viel zu schnell unterwegs
Warum hatte er dieses Zweirad? Auch dafür gab es vor der Amtsrichterin Julia Taubmann eine Erklärung. "Ich wollte den Auspuff anschweißen", ließ der heute 35-Jährige anklingen und verwies auf technische Kenntnisse und Gerätschaften, die er für solcherlei Reparaturen besitzt. Was er nicht besaß, war ein Führerschein für die viel zu schnelle Rennsemmel. Das bezeichnete die Richterin als sehr bedauerlich und hörte auch, dass der Mann, als man ihn um 1.23 Uhr in einer Augustnacht vergangenen Jahres gestoppt hatte, auch unter Drogeneinfluss gestanden war.
Dies freilich verwunderte nicht weiter. Denn es gab einschlägige Vorahndungen wegen diverser Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Verlesung von zehn Vorstrafen dauerte einige Zeit. Dabei verdeutlichte sich, dass der Arbeiter wiederholt als Bewährungsversager auffällig und deswegen eingesperrt worden war. Von daher verlangte Staatsanwältin Julia Weigl in ihrem Plädoyer vier Monate Haft zum Absitzen. Die Richterin verhängte drei Monate.
Keine Bewährung mehr
Dass es keine Bewährung gab, erzürnte den Mann. Sie möge sich gefälligst um andere Drogensüchtige in Amberg kümmern, brauste der Verurteilte auf. Das, entgegnete die Vorsitzende, tue sie schon. Aber vorerst sei der aktuelle Fall zu bewerten gewesen: "Und das war Ihrer."













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.