14.07.2019 - 10:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Auf die Plätze, fertig, Klimachaosrallye

Klima statt Mathe. In einem "Fridays for Future"-Special hieß es für die 8. und 9. Klassen der Luitpold-Mittelschule: Ab zur Klimachaosrallye ins Landesgartenschaugelände.

Es geht rund im Landesgartenschaugelände bei der Klimachaosrallye: Überall verstecken sich Fragen zu Umwelt, Klima und Naturschutz die die Gruppen finden und beantworten müssen.
von PKMOProfil

"Es wird häufig stark unterschätzt wie sehr Bewegung und Lernen zusammenhängen", sagte Sinah Mönch, Respekt-Coach an der Luitpold-Mittelschule in Amberg zu Beginn der Rallye. Am Freitag stand für eine 8. und 9. Klasse der Mittelschule eine besondere Unterrichtseinheit auf dem Stundenplan. Zur Wanderausstellung "Youniworth", die zur Zeit im Jugendzentrum Klärwerk gezeigt wird, veranstaltete der CJD-Jugendmigrationsdienst gemeinsam mit der Umweltwerkstatt eine Klimachaosrallye. Anna Weißmann vom CJD erklärte die Hintergründe: "Klima ist ein länderübergreifendes Thema, das schafft eine Verbindung zwischen den Jugendlichen. Und es geht um informelles Lernen. Die Mischung aus aktiv und passiv ist eine tolle Erfahrung".

Ab ins Landesgartenschaugelände

Mit viel Körpereinsatz und Eigenständigkeit sollten sich die Heranwachsenden bei der Rallye aktuelles Wissen über Klima & Co. selbst erarbeiten und so zum Nachdenken angeregt werden. Aufgeteilt in vier Gruppen ging es dann auch gleich an den Start. Susanne Scheuerer von der Umweltwerkstatt hielt im Jugendzentrum die Stellung und verwaltete das Spielbrett. Zur Chaosrallye sagte sie: "Das ist eine gute Möglichkeit, Wissen zu vermitteln. Denn nur wer Ahnung von etwas hat, kann auch mitreden". Nachdem gewürfelt wurde, durften die Schüler auf die entsprechende Zahl vorrücken. Dann begann die große Suche nach der Aufgabenstellung mit der selben Nummer. Überall auf dem Landesgartenschaugelände versteckten sich Fragen zu Umwelt, Klima und Naturschutz, die es zu finden galt. Trotz des fortgeschrittenen Stundenplans waren alle Teams sehr motiviert bei der Sache und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Klimaschutz und Alltagswissen

Dabei hatte es ihnen das Team um Sinah Mönch und Anna Weißmann nicht leicht gemacht. Über 50 verschiedene Fragen hatten sie sich ausgedacht, zum Beispiel: Welchen Beitrag leistet der Regenwald zum Klimaschutz? Oder: Wie viel Wasser verbraucht ein Mensch pro Tag? Und welches Gas ist eigentlich verantwortlich für den Klimawandel? Neben allgemeinen Fragen gab es für die Schüler auch eine Portion Umweltbewusstsein im Alltag: Was darf in den Altglascontainer? Und wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Einweg und Mehrweg? Am Ende der Rallye war das Fazit der Schüler eindeutig: "Würden wir auf jeden Fall wieder machen", lautete die Einschätzung von Marina vom Team Katze, welches sich schließlich den ersten Platz im Rennen sicherte. Die Aktion sollte aufzeigen, wie der Geist der "Fridays for Future"-Bewegung aktiv in den Unterricht integriert werden kann.

Wer würfelt die höchste Punktzahl und kommt am schnellsten voran bei der Klimachaosralley? Die Gruppe (von links) von Anton, Anna, Marina und Hamzeh sicherte sich am Ende den ersten Platz.
Klimachaosrallye auf dem Landesgartenschaugelände.
Klimachaosrallye auf dem Landesgartenschaugelände.

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