Am Dienstag gegen 1.20 Uhr erreichte die Polizei die Meldung, dass ein Geisterfahrer auf der A 6 von Nürnberg kommend in Fahrtrichtung Tschechien unterwegs sei. „Ein BMW X3 mit deutscher Zulassung fuhr auf der entgegengesetzten Seite der zweispurigen Autobahn“, teilte die Verkehrspolizei mit. Zwischen den Anschlussstellen Alfeld und Amberg-Ost sei der BMW mit dem Außenspiegel gegen denselben eines entgegenkommenden Autos gestoßen. Später habe der Geisterfahrer mit seinem Auto auch noch einen Lastwagen aus Rumänien gestreift. „Nur dank der schnellen und besonnenen Reaktion der entgegenkommenden Fahrzeugführer konnte ein Frontalzusammenstoß vermieden werden“, berichtete Polizeioberkommissar Daniel Trenz. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 16.000 Euro.
Zwischenzeitlich wurde die Autobahn durch mehrere Streifenfahrzeuge gesperrt, da nicht klar war, wo sich der gesuchte Autofahrer befand. Eine umfangreiche Fahndung lief an. Schließlich wurde das durch die Kollisionen beschädigte Fahrzeug in der Sechserstraße in Amberg entdeckt. Der Geisterfahrer war, mit einem Rad nur noch auf der Felge, auf der Bundesstraße 85 Richtung bis nach Amberg gefahren.
Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Person hinter dem Lenkrad ernsthafte Verletzungen zugezogen hat, setzte die Polizei Handy-Ortung ein. So gelang es, den mutmaßlichen Fahrer zu finden. Laut Verkehrspolizei handelt es sich um einen 36-jährigen Mann aus Oberbayern. Gegen ihn wird jetzt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 09621/8900 zu melden.













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