24.03.2020 - 13:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Privatleute, Hotels und Restaurants helfen der Amberger Tafel

Privatleute bringen Nudeln, Mehl, Klopapier vorbei - und sogar Hotels und Restaurants in Amberg plündern ihre Vorräte für die Amberger Tafel. Die Verantwortlichen sind überwältigt von der Bereitschaft der Menschen während des Coronavirus.

Hotels und Restaurants, die wegen der aktuellen Situation schließen müssen, haben ihre Vorräte nach einem Aufruf unserer Zeitung zur Amberger Tafel gebracht.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

„Wir sind total überrascht und überwältigt“, sagt Tafel-Vorsitzender Bernhard Saurenbach. Jeden Tag trudeln beim Verein spenden von Privatleuten ein, die auch vom Aufruf der Amberger Zeitung mitbekommen haben, dass durch die Hamsterkäufe der vergangenen Tage weniger Lebensmittel von Bäckereien und Supermärkten abgegeben werden können.

Ein Aufruf der Tafel bewegt die Menschen in der Region

Amberg

Am Dienstag erst besuchte eine Frau aus Schnaittenbach, die die Tafel-Kunden häufig mit selbst gestrickten Socken und Mützen versorgt, die Freiwilligen. Diesmal hatte sie im Gepäck: Nudeln, Reis, Sauerkraut, Erbsen, Mehl. Lange haltbare Lebensmittel. „Genau das, was wir brauchen.“ Vor allem ist Saurenbach glücklich, dass am Freitag viele Inhaber von Hotels und Restaurants, die wegen der aktuellen Situation schließen müssen, ihre Vorräte zur Tafel brachten. „Jetzt können wir wieder aus dem Vollem schöpfen“, ist Saurenbach erleichtert. Gleichzeitig sagt er aber auch: „Auf Spenden sind wir immer noch angewiesen.“ Der ehrenamtliche Leiter der Einrichtung freut sich auch über das Engagement von Katharina Hommer.

Die stellvertretende Vorsitzende der Amberger Tafel, Irmgard Buschhausen (links), nimmt die vielen Spenden von Privatleuten aus der Region an.

Sie las von der Not der Tafel bei Facebook und startete daraufhin einen eigenen Spendenaufruf. Hommer brachte einige Kisten mit Lebensmittel und vor allem dringend benötigte Hygieneartikel, darunter das heiß begehrte Toilettenpapier vorbei. „Ich möchte von ganzem Herzen danke an alle sagen, die in dieser schwierigen Zeit diejenigen nicht vergessen, für die das Leben ohne Hilfe der Tafel noch schwerer wäre.“

Auch ein weiteres Problem der Tafel scheint nun etwas kleiner zu sein: Viele Studenten, Lehrer und andere Amberger hatten sich nach dem AZ-Aufruf als Helfer für die Warenvorbereitung und der Lebensmittelausgabe angeboten. Somit könnten die ehrenamtlichen Helfer, die älter als 70 Jahre sind, in den kommenden Wochen bis zum Ende der Osterferien eine Auszeit nehmen, erklärt Saurenbach.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.