20.07.2018 - 16:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Psychiatrische Versorgung jetzt ganz nah

Erst waren sie in der Sulzbacher Straße, dann im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus untergebracht. Jetzt beziehen die Tageskliniken für Kinder- und Jugend- sowie Erwachsenenpsychiatrie eigene Räume.

Architekt Alfred Lanzinger (von rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel an die beiden Oberärzte Willy Müller und Franz Hench.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Das hat noch nicht einmal die Bezirkshauptstadt Regensburg zu bieten. Mit dem Umzug in ihre neuen Räumen haben die Psychiatrischen Tageskliniken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nun einen direkten räumlichen Anschluss an das Klinikum St. Marien. Damit, so sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler am Freitag bei der offiziellen Einweihung der Einrichtung, könnten körperliche und geistige Erkrankungen im Einklang behandelt werden. "Ein bauliches und fachliches Hand-in-Hand", nannte das Dr.

Das hat noch nicht einmal die Bezirkshauptstadt Regensburg zu bieten. Mit dem Umzug in ihre neuen Räumen haben die Psychiatrischen Tageskliniken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nun einen direkten räumlichen Anschluss an das Klinikum St. Marien. Damit, so sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler am Freitag bei der offiziellen Einweihung der Einrichtung, könnten körperliche und geistige Erkrankungen im Einklang behandelt werden. "Ein bauliches und fachliches Hand-in-Hand", nannte das Dr. Christian Rexrodt, der Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Rund 6,9 Millionen Euro

Der Bezirk war bei der Veranstaltung sehr zahlreich vertreten, denn ihm obliegt es, für die psychiatrischen Einrichtung von Regensburg bis Wöllershof zu sorgen. Das passiert organisatorisch über die Medbo, die Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz. Der Bezirk hat von den Investitionskosten von rund 6,9 Millionen Euro für das neue Gebäude an der Ecke Marien-/Wiltmaisterstraße samt Einrichtung laut Löffler rund 2,7 Millionen Euro selbst getragen, etwa 3,5 Millionen Euro steuert der Freistaat Bayern dazu. "Man darf bei der medizinischen Versorgung ja nicht auf jeden Euro schauen", merkte dazu Finanzminister Albert Füracker an, der persönlich nach Amberg gekommen war.
Freilich, so Füracker, müssten die finanziellen Mittel mit höchster Effizienz eingesetzt werden. Aber manchmal habe man in der Vergangenheit den Eindruck gehabt, das könnten nur Privatunternehmen schaffen, die möglichst an der Börse notiert seien. "Helmut Hausner, der Vorstand der Medbo hat das Gegenteil bewiesen." Aber so sei das nun mal mit den Ansprüchen, so Füracker scherzhaft. Medizinische Versorgung müsse heutzutage höchstes Niveau - möglichst auf universitärer Basis - bei niedrigsten Kassenbeiträgen haben.
Franz Löffler hatte es vorgerechnet, warum es so wichtig ist, auf dezentrale medizinische Versorgung zu sorgen. Tatsächlich sei es so, dass schon bei einer Fahrzeit von 30 Minuten zur nächsten psychiatrischen Klinik die Erreichbarkeit für mögliche Patienten auf 50 Prozent sinke. Daher das Konzept der Medbo, in der Fläche zu bauen. Mit einem riesigen Aufwand übrigens, wie der Bezirkstagspräsident betonte. Allein in den vergangenen fünf Jahren seien mehr als 100 Millionen Euro in die medizinischen Einrichtungen des Bezirks investiert worden, in den kommenden fünf Jahren noch einmal 115 Millionen Euro geplant.

Dezentral muss sein

"Dezentral ist die einzige Chance für die medizinische Versorgung, die wir brauchen", gab ihm Albert Füracker recht. "Krankheit kann jeden von uns jeden Tag treffen", so ergänzte er. Danach durften die Gäste ihre Grußworte sprechen: Bürgermeister Martin Preuß, Klinikumsvorstand Manfred Wendl und Chefarzt Christian Rexrodt. Bevor es in den lockeren Teil ging, übergab Architekt Alfred Lanzinger noch ganz offiziell die Schlüssel an die beiden Oberärzte Dr. Willy Müller (Erwachsene) und Dr. Franz Hench (Kinder- und Jugendliche).

Finanzminister Albert Füracker hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich zur Eröffnung in Amberg vorbeizuschauen.

Klinikumsvorstand Manfred Wendl

Finanzminister Albert Füracker

Ein Bild für den Oberarzt

Dr. Dr. Helmut Hausner, Vorstand der Medbo

Bunte Bilder für die Oberärzte

Die Festgäste

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